Der FSV in der Saison 2013/2014

Mannschaftsfoto

Hinten: Michael Bodnar, Tim Napierala, Felix Erben, Rafael Szymanski, Daniel Erben, Yannick Weber, Ceyhun Dinler, Dr. Jörg Hofmann; Mitte: Ronny Borchers, Richard Fratz, Kais Gouri, Stefan Barić, Rudi Hübner, Dominik Völk, Yannik Mohr, Max-Peter Mohr, Kian-Marius Golafra, Klaus-Dieter Becker, Stefan Munzert, Jahan Golidj; vorne: Baris Odabas, Denis Weinecker, Samet Alan, Daniel Nigbur, Sven Schmitt, Julian Buß, Ngolo Ouattara, Marius Jörg.

Kader Hessenliga 2013/2014
Der Kader und das Funktionsteam der 1. Mannschaft
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Abschlusstabelle Hessenliga

Ergebnisse Hessenliga

Spielberichte

Hessenliga 2013/2014
Spielberichte und Bilder zu allen Begegnungen
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Hessenpokal und Kreispokal Gießen 2013/2014
Spielberichte und Bilder zu allen Begegnungen
Pokale 2013-2014.pdf
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Kreisliga A Gießen 2013/2014 (U23)
Spielberichte und Bilder zu allen Begegnungen
Kreisliga A 2013-2014.pdf
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Meldungen

16.05.2014 | Gießener Anzeiger | jg
Fernwald in Kreisoberliga

FUSSBALL FSV legt sich fest / KFA beschließt „zwei B-Ligen“

 

GIESSEN - (rd). Der FSV Fernwald wird in der kommenden Saison definitiv in der Fußball-Kreisoberliga spielen. Der FSV-Vorsitzende Bernhard Becker bestätigte, dass die Tendenz – wie im Gießener Anzeiger bereits berichtet – nun auch „formal verbindlich“ umgesetzt wird. „Wir hatten am Mittwochabend noch einmal eine Vorstandssitzung und das auf den Weg gebracht“, sagte Becker, der Antrag sei „auf dem Weg“.

 

Der Hessenligist hatte zuletzt noch Überlegungen angestellt, eventuell doch in der Gruppenliga anzutreten. Dann müsste der FSV allerdings eine zweite Mannschaft melden, wollte er nicht eine Geldstrafe und Sechs-Punkte-Hypothek mit in die Saison nehmen. Aber auch nicht zuletzt der Aderlass der vergangenen Tage (Becker: „Bei manchen Spielern wissen wir immer noch nicht, wo wir dran sind“) hat die Verantwortlichen bewogen, lieber auf Kreisebene einen Neuanfang zu wagen, als „in der Gruppenliga rumzudümpeln.“

 

Betroffen davon ist auch der aktuelle Aufstiegskampf in der Kreisliga A Gießen, weil dadurch die SG Kinzenbach II jetzt bereits so gut wie aufgestiegen ist und das Spiel am Sonntag zwischen dem ASV Gießen und der SG Utphe/Trais-Horloff/Inheiden unverhofft zum direkten Duell um den Relegationsplatz mutiert. Kreisfußballwart Henry Mohr weiß vom Antrag des FSV Fernwald und erläutert, dass „wir in der kommenden Saison dann wohl eine 18er- oder 19er-Kreisoberliga haben werden.“ Der Kreisfußball-Ausschuss hatte sich ebenfalls am Mittwochabend noch einmal zusammengesetzt, um einige Details für die Runde 2014/15 endgültig auf den Weg zu bringen.

 

So bleibt es bei der angedachten Variante, im nächsten Jahr die B-Ligen von drei auf zwei zu reduzieren, um einen attraktiveren Wettbewerb mit größerer Klassenstärke zu gewährleisten. Entfallen wird – auch das ist einstimmig beschlossen – die Relegation auf Kreisebene. Es wird nur reine Aufstiegsspiele zwischen den jeweils Zweitplatzierten der B-Klassen geben. In der Kreisliga A wird ein Strich gezogen. „Wer drüber steht, bleibt drin, wer drunter ist, steigt ab. Dann haben wir klare Patente, keiner muss sich die Relegation als Strohhalm vornehmen“, sagt Mohr.

 

„Vorläufig zugestimmt“ wurde von Funktionärsseite dem Antrag, den SV Saasen in die Spielgemeinschaft Reiskirchen/Bersrod mit aufzunehmen. Das heißt: Die Sache ist (auch) faktisch durch. Mit der avisierten FSG Lollar/ Staufenberg sei man noch nicht ganz so weit. „Das liegt daran, dass wir vom Landessportbund noch keine Mitteilung haben, dass der Verein gemeldet ist“, erläutert der Kreisfußballwart, der aber glaubt, dass „das auf dem Weg ist“.

02.05.2014 | Gießener Anzeiger | jg

Hünfeld mit schlechten Karten

GIESSEN - (wi), Seit Montagabend ticken die Uhren in der Fußball-Hessenliga anders. Nach dem Beschluss der Verbandsspitze, die drei „Aussteiger“ FSV Fernwald, TGM/SV Jügesheim und FSV Frankfurt U23 am Ende de Saison automatisch auf die letzten drei Plätze der Tabelle zu setzen, ist im Abstiegskampf eine neue Zeitrechnung angebrochen. Nur noch zwei Teams statt ursprünglich fünf steigen „sportlich“ ab.

 

Zwar sind rein rechnerisch immer noch alle Mannschaften ab Platz 13 (SV Flieden/39 Punkte) in der Verlosung, realistisch betrachtet kommen mit dem Hünfelder SV (28 Punkte), Kickers Offenbach II (28) und dem FC Ederbergland (34) nur noch drei Vereine für die beiden Abstiegsplätze in Frage. Und da hat seit Mittwoch der Hünfelder SV die schlechtesten Karten. Die Osthessen, mit acht Punkten mit Abstand schlechtestes Rückrundenteam, verloren das Kellerduell gegen den FC Ederbergland mit 1:3, sodass der FCE nun bereits sechs Punkte Vorsprung aufweist. Kickers Offenbach II gab mit dem 4:4 beim SV Wiesbaden zwar erstmals seit vielen Wochen die „rote Laterne“ ab, hat aber ebenfalls erst 28 Zähler auf dem Konto.

 

Hätte es nicht den freiwilligen Rückzug gegeben, hätte der FSV Fernwald mit dem 1:1 in Alzenau den Klassenerhalt zünftig feiern können. Immerhin blieb der FSV zum fünften Mal in Folge ohne Niederlage.

 

Einer Meisterschaft ohne Wert strebt Jügesheim unaufhaltsam entgegen. Mit dem 2:1-Sieg vor wiederum nur 50 Zuschauern! gegen Hadamar bauten die Südhessen ihren Vorsprung auf den OSC Vellmar (1:1 gegen Seligenstadt) auf sieben Punkte aus. Positives am Rande: Das Osthessenderby Flieden gegen Lehnerz wollten immerhin 800 Zuschauer sehen.

15.04.2014 | Gießener Allgemeine | jg

»Eine traurige Entwicklung«



Allgemein bedauert wurde von Spielern und Zuschauern die Absicht der Verantwortlichen, den FSV Fernwald nach Ende dieser Saison aus der Hessenliga zurückzuziehen.

 

Der FSV Fernwald hat mit dieser Entscheidung auf eine Entwicklung mit dem notwendigen Nachdruck aufmerksam gemacht, die in den vergangenen Jahren dafür gesorgt hat, dass dem Amateurfußball im oberen Leistungsbereich die Luft zum Atmen genommen wird. Dass nun auch die TGM/SV Jügesheim, der Tabellenführer, einen ähnlichen Schritt vollzieht, hat die Verantwortlichen im Hessischen Fußball-Verband dazu veranlasst, alle mittelbar und unmittelbar betroffene Vereine zu einem Meinungsaustausch einzuladen, die der Klärung der »aktuellen Sachlage« dienen und »alle Unklarheiten« aus dem Weg räumen soll. Ob in diesem Gremiun auch die Gründe für die bestehende Finanzknappheit bei den heimischen Hessenligisten zur Sprache kommt, ist offen. Auf jeden Fall können die Teilnehmer dieser Runde die Ursachen nicht beseitigen.

Der Verdacht bestätigt sich: Rudi Hübner hat sich am Samstag in Griesheim einen Wadenbeinbruch zugezogen und wird dem FSV Fernwald in dieser Saison nicht mehr zur Verfügung stehen. Rechts im Bild FSV- Der Verdacht bestätigt sich: Rudi Hübner hat sich am Samstag in Griesheim einen Wadenbeinbruch zugezogen und wird dem FSV Fernwald in dieser Saison nicht mehr zur Verfügung stehen. Rechts im Bild FSV-»Physio« Jahan Golidj. (Foto: se)

Auch beim FSV Fernwald ist noch nicht alles geklärt. Aber es stellt sich nicht die Frage, was mit den Spielern nach dieser Saison sein wird. Alle Verträge mit Spielern aus dem aktuellen Kader enden am 30. Juni dieses Jahres. In dieser Hinsicht wird der FSV nicht mit Altlasten einen Neuaufbau in der Kreisoberliga oder wo auch immer starten. Der größere, vielleicht der überwigende Teil der aktuellen Spieler bedauert die Entwicklung. Hinter vorgehaltener Hand wird sogar gesagt, wir hätten vielleicht sogar die Klasse halten können, aber man hätte mit uns reden müssen. Eins ist auch klar: In der verbleibenden Saisonspielen wird sich der FSV nicht hängen lassen. Das hat er schon in Griesheim gezeigt. Die Vorstellung im Griesheimer Stadion war schon sehenswert, und die Busfahrt nach Südhessen und zurück gestaltete sich zu einem Triumphzug. Auf dem Hinweg wurde eine CD der Schlagersängerin Helene Fischer bis zum Zielort in voller Lautstärke abgespielt. Auch auf dem Weg zurück nach Steinbach wurden die Trommelfelle der Spieler mit Helene-Fischer-Musik strapaziert. Doch denen machte das nichts aus. Sie haben mit Nachdruck unter Beweis gestellt, dass sie in sportlicher Hinsicht auf jeden Fall Hessenliga-Niveau besitzen.

 

In einer kleinen Umfrage unter FSV-Anhängern am Rande des Spiels bei Viktoria Griesheim wurde auch deutlich, dass zwar für die Entscheidung der FSV-Verantwortlichen Verständnis aufgebracht wird, dennoch ist die Enttäuschung groß. Das gilt für die beiden Heuchelheimer Jürgen Panhans und Norbert Lindner, Stammgäste nicht nur bei Heimspielen in Steinbach, sondern auch bei den Auswärtsspielen häufig dabei. »Der FSV Fernwald ist ein Vorzeigeverein«, hebt der 53-jährige Panhans hervor. Fatalistisch sieht es Thomas Keßler (55) aus Steinbach, der sich mit den Gegebenheiten abgefunden hat, wie er in seinem kurzen Statement durchblicken lässt.

 

Thomas Keßler: »Was willst du machen? Wenn kein Geld da ist, ist kein Geld da. Ich werde auf jeden Fall weiterhin zu den Heimspielen gehen. Und auch auswärts werde ich vielleicht auch hin und wieder dabei sein.«

 

Jürgen Panhans: »Das ist eine traurige Entwicklung, zumal auch im ganzen Umfeld alles gestimmt hat. Allerdings waren die Zuschauerzahlen nie besonders hoch. Wenn das Geld nicht zur Verfügung steht, muss man das eben so machen. In der Gruppenliga werde ich die Spitzenspiele angucken und auch zu dem einen oder anderen Heimspiel gehen. Aber eine Dauerkarte für die neue Saison werde ich mir nicht mehr kaufen. Spiele in höheren Klassen muss ich mir dann anderswo angucken. Wenn du selbst in unteren Klassen Fußball gespielt hast, willst du selbst höherklassigen Fußball sehen. Trotz allem, es war eine schöne Zeit. In Steinbach hat alles gepasst. Die Mannschaft, das Umfeld. Es ist eben ein Vorzeigeverein. Da sollen sich andere Vereine mal eine Scheibe abschneiden.«

 

Norbert Lindner: »Es ist einfach nur schade. Ich weiß nun nicht, wie es weitergehen soll in der Hessenliga. Wenn es eine Abstimmung gäbe, Regionalliga oder Hessenliga, würde wohl die Hessenliga infrage gestellt werden.«

 

Stephan Erben, Vater der beiden FSV-Fußballer Daniel und Felix Erben: »Natürlich bin ich enttäuscht. Aber das ist für mich eine nachvollziehbare Entwicklung. Aber was soll jetzt aus den jungen Spielern werden? Die Verantwortlichen hätten die Spieler fragen sollen, ob sie nicht bereit wären, für weniger Geld zu spielen. Man hätte es vielleicht noch einmal mit den jungen Leuten in der Hessenliga versuchen und den sportlichen Abstieg in Kauf nehmen sollen.«

 

Michael Bodnar, Abwehrchef beim FSV Fernwald: »In der Partie bei Viktoria Griesheim hat die Mannschaft eine tolle Reaktion gezeigt. Wir werden in den restlichen Spielen der Hessenliga alles geben, um den Klassenerhalt zu schaffen. Ich möchte nicht, dass in meiner Vita das Wort Abstieg steht.«

09.04.2014 | Gießener Allgemeine | jg

Nach dem FSV-Rückzug: »Machtwechsel bahnt sich an«

 

(se) Der Tag danach. Nachdem Fußball-Hessenligist FSV Fernwald bekannt gegeben hat, in der kommenden Saison keine Hessenliga-Mannschaft mehr stellen zu wollen (die AZ berichtete), hat sich in einer kleinen Umfrage unter Fußballern, die ein besonderes Verhältnis zum Fußballsportverein von 1926 aus Steinbach haben, kein einheitliches Bild abgezeichnet. Schade finden es natürlich alle Befragten, dass Hessenliga-Fußball künftig nicht mehr im Fußballkreis Gießen gespielt wird.

Schön war die Zeit… Den »Hessenliga-Kreisel« des FSV Fernwald wird es in der Zukunft nicht mehr geben. © Harold Sekatsch Schön war die Zeit… Den »Hessenliga-Kreisel« des FSV Fernwald wird es in der Zukunft nicht mehr geben. © Harold Sekatsch

Schade finden es natürlich alle Befragten, dass Hessenliga-Fußball künftig nicht mehr im Fußballkreis Gießen gespielt wird. Stefan Hassler, Trainer des Verbandsligisten VfB 1900 Gießen, der 17 Monate lang als Trainer des FSV Fernwald (damals noch unter dem Namen FSV Steinbach) bedauerte, dass es in den Vereinen in Mittelhessen nicht gelungen sei, an einem Strang zu ziehen und gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Der FSV will nun sein Augenmerk auf die Jugendarbeit richten und später darauf den Spielbetrieb aufbauen. Dieses Modell sieht Hassler nicht ohne Skepsis, weiß er doch, wie schwer es ist und welchen Einsatz es erfordert, im Jugendbereich etwas aufzubauen, wie zum Beispiel die TSG Wieseck. Stefan Hassler sieht die Zukunft eines leistungsstarken Amateurfußballs in Mittelhessen »in einer Bündelung der Kräfte«. Von daher wäre eine Kooperation von Vereinen in und um Gießen unter Beteiligung des FSV Fernwald und des VfB 1900 Gießen eine vernünftige Maßnahme. Dabei könnten die Resourcen beider Vereine, gegebenenfalls auch die anderer Klubs, genutzt werden. Bereits vor mehr als einem Jahr hatte der FSV finanzielle Engpässe ausgemacht, die durch den erhöhten finanziellen Einsatz vorhandener Sponsoren überwunden werden konnte. Diesmal allerdings ist das offensichtlich nicht möglich bzw. nicht gewollt. Während Daniyel Bulut, der drei Jahre lang als Trainer beim FSV tätig war, den FSV-Verantwortlichen Respekt zollt, kritisiert Niko Semlitsch, ehemaliger Bundesliga-Profi aus Steinbach und beim FSV früher in verschiedenen Funktionen tätig, dass die Fernwälder ihrer Linie, in erster Linie mit heimischen Talenten zu arbeiten, untreu geworden ist.

 

Henry Mohr, Kreisfußballwart im Sportkreis Gießen: »Das ist eigentlich ein Prozess. Ich wundere mich darüber, dass nicht mehr Mannschaften aus der Hessenliga ihre Mannschaft zurückziehen. Die Kluft zwischen den Profivereinen und den Amateurklubs wird immer größer. Irgendwann spielen die auch in der Hessenliga aus Spaß an der Freude. Man hat das ja auch in der Vergangenheit gesehen, als kaum ein Hessenligist in die Regionalliga aufsteigen wollte. So kommt jetzt auch der KSV Baunatal mit Pauken und Trompeten zurück. Mir tut das natürlich für den Fußballkreis Gießen leid, dass wir in der kommenden Saison nicht mehr in der Hessenliga vertreten sind. Doch was soll man machen? Wenn keine Gelder da sind, sind keine Gelder da. Es gibt Verlierer, aber auch Gewinner. Das wird immer so sein. So haben andere Vereine die Chance, für weniger Geld als bisher an Spieler heranzukommen.«

 

Stefan Hassler, Trainer des Verbandsligisten VfB 1900 Gießen: »Dem FSV Fernwald ist das Gleiche passiert wie uns vor 13 Jahren. Auf jeden Fall bahnt sich ein Machtwechsel an. Andere Mannschaften können vom Rückzug des FSV Fernwald profitieren, wir allerdings nicht so sehr, denn wir haben ja fast alle Positionen besetzt. Ich glaube, dass der gehobene Amateurfußball nur dann eine Chance hat, wenn man die Kräfte bündelt. Daher verstehe ich nicht, dass sie das nicht mit uns gemacht haben.«

 

Daniyel Bulut, von 2010 bis 2013 Trainer des FSV Fernwald: »Dieser Entscheidung ist bedauerlich, auch wenn ich sie nachvollziehen kann. Der Verein liegt mir immer noch sehr am Herzen, er war mir wie ein Zuhause. DEr Rückzug des FSV ist auch schade für die Region. Vor wenigen Jahren hatten wir hier vier Hessenligisten und im nächsten Jahr keinen. Das kann sich aber als ein Vorteil für andere Vereine herausstellen, denn die Spieler werden ja nicht mit dem Fußball aufhören. Der FSV Fernwald war schon ein besonderer Verein, er war unglaublich gut organisiert. Es wird den Spieler sicherlich auch leidtun, so wenig Leistung zu bringen wie zuletzt. Freuen werden sich die Spieler nicht, wenn sie sich einen anderen Verein suchen. Es wäre gut für die Mannschaft gewesen, wenn sie Dankbarkeit in Form von Leistung abgerufen hätte. Es zeugt aber vom Charakter der Leute in der Führungsebene des FSV Fernwald, dass sie diese Entscheidung jetzt getroffen haben, denn so haben die Spieler Zeit und Gelegenheit, sich einem anderen Verein anzuschließen. Es ist auch gut, wenn ein Verein sagt: ›Wir können nicht mehr.» Das macht nicht jeder Es gibt Vereine, die machen Versprechungen, die sie dann nicht einhalten. Das ist beim FSV Fernwald nicht vorgekommen.«

 

Niko Semlitsch, ehemaliger Spieler, Trainer und Sportlicher Leiter beim FSV, derzeit Trainer beim FC Turabdin/Babylon: »Ich finde es schade, wenn man so etwas macht. Entweder ich steige sportlich ab oder ich versuche, die Klasse zu halten. Vor der Winterpause hole ich einen neuen Trainer und auch zwei neue Spieler. Ein halbes Jahr später habe ich kein Geld mehr für eine weitere Saison – das versteht nicht jeder. Dabei war der FSV auf einem guten Weg, hat vier Jungs aus Wieseck geholt. Das war eine vernünftige Basis. Jetzt holte man einen Trainer aus Offenbach, und der brachte vier Spieler mit, Damit lockt man doch keine Zuschauer nach Fernwald. Es wäre besser gewesen, der FSV hätte seine Linie beibehalten.«

 07.04.2014 | Gießener Allgemeine | jg

Hessenligist FSV Fernwald zieht Team zurück

 

(cso/se) Hiobsbotschaft beim FSV Fernwald. Das Flaggschiff des Fußballkreises Gießen zieht seine Mannschaft zum Ende der Saison aus der Hessenliga zurück. Mit dieser Nachricht schockte der Vorstand des FSV am Montagabend die ersten Adressaten, darunter die Mannschaft und das Trainerteam um Ronny Borchers.

Traben einer ungewissen Zukunft entgegen: Die Fußballer des FSV Fernwald werden in der nächsten Saison nicht mehr um Hessenligapunkte spielen. Der Verein zieht die Mannschaft zum Rundenende zurück. (F Traben einer ungewissen Zukunft entgegen: Die Fußballer des FSV Fernwald werden in der nächsten Saison nicht mehr um Hessenligapunkte spielen. Der Verein zieht die Mannschaft zum Rundenende zurück. (Foto: Friedrich)

»Es war keine punktuelle Entscheidung. Wir sind in den letzten zwei bis drei Wochen innerhalb des Präsidiums zu diesem Entschluss gekommen«, sagte Bernhard Becker, Vorstand Sport beim FSV.

 

Der Verein gab in einer Pressemitteilung verschlechterte Rahmenbedingungen des Amateurfußballs, fehlende Zuschüsse und ausgebliebene Fair-Play-Prämien als Gründe für den Rückzug an. Auch die Unterstützung von zahlreichen Sponsoren und etlichen ehrenamtlichen Helfern sei da nicht ausreichend, war in der Erklärung zu lesen.

 

Zu den genauen Planungen ab dem 1. Juli wollte Becker keine Angaben machen. Nicht gefährdet sei allerdings demnach das Jugendkonzept des FSV Fernwald mit der U23. Fest steht indes, dass ein Rückzug einer Mannschaft eine Herabstufung um zwei Klassen zur Folge hat. Somit müsste der Verein die Saison 2014/2015 in der Gruppenliga beginnen. Aber nur, wenn man in der Hessenliga den Klassenverbleib sichert. Und das ist nach den jüngsten Ergebnissen alles andere als sicher. Mit 33 Punkten aus 28 Begegnungen rangiert der FSV auf Rang 13 und damit nur zwei Positionen vor den Abstiegsplätzen. Der Vorsprung vor dem 15. (SC Viktoria Griesheim) beträgt nur ein mageres Pünktchen. Erreicht die Truppe von Trainer Ronny Borchers den Ligaerhalt nicht, so ist ein Neustart in der Kreisoberliga möglich. Dieser Tatsache dürfte sich auch Becker bewusst sein. »Unsere sportliche Zukunft in der nächsten Runde hängt auch vom Abschneiden bis Saisonende ab«, sagte er.

 

Der FSV-Vorstand gab zu verstehen, dass man mit dieser Entscheidung auf breites Verständnis gestoßen sei. Dennoch dürfte dem einen oder anderen Spieler der Schock noch in den Gliedern sitzen. »Das war wie ein Brett vor dem Kopf«, erklärte Kapitän Dominik Völk, kurz nachdem die Spieler über den Vorstandsbeschluss informiert worden waren. »Wir wollten auf jeden Fall den Klassenerhalt schaffen. Nun kam dieser Dämpfer. Nach der Mitteilung über den Rückzug wurde in der Kabine wenig gesprochen«, ergänzte Völk. »Da war eine gewisse Leere. Aber wir sind Fußballer und wollen erfolgreich sein. Und so denke ich, werden wir auch in die nächsten Spiele gehen.«

 

Das Präsidium hatte die Mannschaft und das Trainerteam vor der Übungseinheit am Montagabend zu einer Sitzung gebeten. Danach stand dann das Training auf dem Programm. »Ich habe die Jungs erstmal gehen gelassen, damit sie reden können«, sagte Borchers. Der Coach selbst, der erst im Oktober als Nachfolger von Günter Stiebig auf der FSV-Bank präsentiert worden war, lobte den Verein für ein vorbildliches Verhalten in dieser Sache und zeigte sich verständnisvoll. »Ich weiß um die Situation. Wenn das Risiko nicht mehr kalkulierbar ist, dann ist dieser Schritt nachvollziehbar. Es würde mich nicht überraschen, wenn wir einen solchen Schritt auch bei einigen anderen Vereinen in dieser Klasse noch erleben.«

 

Der FSV Fernwald spielt aktuell im neunten Jahr in der Hessenliga, die früher unter Oberliga firmierte. In der erfolgreichsten Spielzeit, der Saison 2011/2012, belegte der Klub den dritten Rang.

07.04.2014 | jg

FSV zieht Hessenliga-Mannschaft

zum Saisonende 2013/2014 zurück

Nach neun Jahren Oberliga beziehungsweise Hessenliga haben sich die Voraussetzungen, die einen geregelten Spielbetrieb in dieser Amateurklasse gewährleisten, nachhaltig geändert. Die allgemeine gesellschaftliche Entwicklung hat die Rahmenbedingungen des Amateurfussballs zugunsten eines gesteigerten medialen Interesses für den Profifussball stark verschlechtert. Sendezeiten des Profisports liegen parallel zu den Spielzeiten der Amateurverbände. Mangelnde Zuschauerzahlen sind die Folge. Aktive Berichterstattung im HR-Fernsehen für die Hessenliga findet nicht mehr statt. Zuschüsse von Lotto Hessen und FairPlay Prämien sind gestrichen. Dies alles führt dazu, dass der finanzielle Aufwand dieser Klasse in keinerlei Relation zu dem erzielbaren Erfolg steht. Trotz Unterstützung von zahlreichen Sponsoren und zahlreichen ehrenamtlichen Helfern gelingt es nicht, dieses Klassenziel zu erreichen. Erschwerend kommt darüber hinaus noch hinzu, dass verbandsbezogene Vorschriften die Vereinstätigkeit zusätzlich belasten und Unterstützung nicht in der erhofften Form stattfindet. Aus diesem Grund hat der Vorstand des FSV 1926 Fernwald e.V. entschlossen, sich aus der Hessenliga zurückzuziehen. Wir bedauern diesen Schritt aus dieser Situation heraus als unumgänglich. 

17.02.2014 | Gießener Allgemeine | jg

65 Jahre dem FSV Fernwald treu

 

Fernwald (pad). Dieses Jahr wird der FSV Fernwald 88 Jahre. Als der Verein 23 Jahre jung war, wurden Otto Gerhard, Wilhelm Haas, Otto Röder, Ewald Schäfer, Stefan Turi, Heinrich Keßler und Kurt Roth Mitglieder – und sind ihm seit 65 Jahren treu geblieben.

Kurt Becker (rechts) und Bernhard Becker (links) ehrten (v.l.n.r.) Otto Gerhard, Wilhelm Haas, Otto Röder, Ewald Schäfer und Stefan Turi für 65 Jahre Mitgliedschaft. Kurt Becker (rechts) und Bernhard Becker (links) ehrten (v.l.n.r.) Otto Gerhard, Wilhelm Haas, Otto Röder, Ewald Schäfer und Stefan Turi für 65 Jahre Mitgliedschaft.

Dies wurde anlässlich des Seniorennachmittags am Freitag gewürdigt. Fünf der sieben erhielten als Dank für ihren über sechs Jahrzehnte währenden Einsatz eine Urkunde und Weinpräsent überreicht – bei den beiden krankheitsbedingt verhinderten Mitgliedern wird die Ehrung nachgeholt.

 

Seniorenvorsitzender Kurt Becker lobte, dass die Geehrten bis heute abseits des Platzes im Vereinsleben aktiv sind. »Euer Engagement ist eine wichtige Voraussetzung für den FSV Fernwald«, sagte er. Dem schloss sich Präsidiumsmitglied Bernhard Becker an: »Vielen Dank, dass ihr uns so lange die Treue haltet.«

 

Im Anschluss nutzten die rund 40 Besucher die Gelegenheit, sich bei den von den Vereinsfrauen gebackenem Kuchen und versorgt von der »Jugend«, über die vergangenen Zeiten zu unterhalten. Eines der Themen war die Zeit, als man noch FSV Steinbach hieß und so mancher Gegner von den vielen gleichnamigen Orten verwirrt in den Taunus statt nach Fernwald fuhr.

16.01.2014 | Gießener Allgemeine | jg

FSV Fernwald holt Felix Erben

 

(ms) Noch weilen die Fußballer in der Winterpause, doch in spätestens zwei Wochen ist es mit der Pause vorbei, dann bitten die meisten Trainer zum Training. Bereits an diesem Sonntag (10 Uhr) erwartet Ronny Borchers die Akteure des Fußball-Hessenligisten FSV Fernwald zum Training. Und mit von der Partie wird dann Felix Erben sein.

Felix Erben, hier noch im Dress des Gruppenligisten TSG Wieseck, geht nun für Hessenligist FSV Fernwald auf Torejagd. (ras) Felix Erben, hier noch im Dress des Gruppenligisten TSG Wieseck, geht nun für Hessenligist FSV Fernwald auf Torejagd. (ras)

Der Angreifer kommt vom Gruppenligisten TSG Wieseck und soll mithelfen, die Sturmprobleme zu lösen. Der 23-Jährige traf bis zur Winterpause elfmal für die Gießener Vorstädter.

 

Das erste Punktspiel im neuen Jahr folgt für die Steinbacher am 1. März, dann kommt es zum Mittelhessen-Derby, wenn der TSV Eintracht Stadtallendorf seine Visitenkarte abgibt. Mit 29 Punkten rangiert der Gießener Sportkreisvertreter auf Rang zwölf im Klassement, alles andere als eine beruhigende Platzierung. In den verbleibenden 13 Punktspielen gilt es für den FSV, schnell die notwendigen Punkte im Kampf für den Liga-Erhalt einzufahren. Doch zunächst gilt das Hauptaugenmerk der Vorbereitung. Neben den zahlreichen Trainingseinheiten wird der FSV Fernwald auch einige Tests absolvieren, um sich die nötige Wettkampfhärte zu holen.

 

Gegner sind dabei unter anderem am 15. Februar Verbandsligist VfB 1900 Gießen, bereits zwei Wochen zuvor steht der FSV beim ehemaligen Liga-Kontrahenten SC Waldgirmes auf dem Prüfstand. Das erste Spiel in der Vorbereitung findet am 25. Januar (Samstag, 14.30 Uhr) beim Gruppenligisten Spfr./BG Marburg statt, weitere Gegner sind der SV RW Hadamar (8. Februar) und der FC Turabdin/Babylon (11. Februar). Vor dem Re-Start testet der FSV dann nochmals am 22. Februar, offen ist aber noch, wer Gegner sein wird.

Verbandsligist VfB 1900 Gießen wird am 2. Februar mit der Vorbereitung auf die Restrunde, die am 9. März mit dem Gastspiel beim Türkischen SV Wiesbaden ihren Auftakt hat, beginnen. Und neben den obligatorischen Trainingseinheiten wird die Mannschaft von Trainer Stefan Hassler mit Neuzugang Sedat Aktas (kommt vom TuS Naunheim) gleich sieben Testspiele bestreiten. Erster Testspielgegner ist am 6. Februar B-Ligist Türkiyemspor Gießen, ehe es zwei Tage später gegen den Nord-Kreisoberligisten Türk Gücü Breidenbach geht. Am 11. Februar trifft der VfB 1900 auf den Süd-Kreisoberligisten TSV Großen-Linden, bevor es dann am 15. Februar zum Prestigeduell mit dem FSV Fernwald kommt. Auswärts wird der VfB 1900 nur bei Gruppenligist SG Waldsolms vorstellig, diese Partie ist für den 22. Februar vorgesehen. Abgeschlossen wird die Testspielreihe mit den Begegnungen gegen die Kreisoberligisten TSV Bicken (25. Februar) und MTV 1846 Gießen (1. März).

 

Liga-Kontrahent SC Teutonia Watzenborn-Steinberg beginnt derweil die Vorbereitung auf die Restrunde am 1. Februar. Und auf die Elf Trainer Oliver Dönges warten ebenfalls sieben Testspiele. Am 8. Februar geht es zum VfB Wetter, ehe es dann auf eigenem Geläuf gegen die SG Trohe/Alten-Buseck (12. Februar), die SG Obbornhofen/Bellersheim (15. Februar), den FC Turabdin/Babylon (19. Februar), den FV Breidenbach (22. Februar) und den TSV Klein-Linden (25. Februar) geht. Abgeschlossen wird die Vorbereitung am 1. März mit dem Test bei Liga-Kontrahent Eintracht Wetzlar, ehe die Restrunde in der Verbandsliga Mitte am 8. März mit dem Mittelhessen-Derby gegen den SC Waldgirmes startet.

 

Die Lahnauer werden im Laufe der Vorbereitung ebenfalls einige Tests absolvieren. Der erste Vergleich ist für den 1. Februar terminiert, dann geht es gegen den FSV Fernwald. Weitere Gegner sind die SG Laubach/Ruppertsburg/Wetterfeld (8. Februar), die SG Kinzenbach (15. Februar), die SG Betzdorf (22. Februar), bevor am 1. März das letzte Vorbereitungsspiel bei der Spvgg. Neu-Isenburg folgt.

28.12.2014 | Gießener Allgemeine | jg

Julian Buß: Schuften nach dem Schock

 

(sno) Tore schießt Julian Buß derzeit nur für den FC Bayern. Nicht mit seiner linken Klebe, nicht mit rechts und nicht per Kopf. Viel eher mit dem Daumen. An der Playstation. Klausurenstress und der aufwendige Weg zurück in das Sportlerleben bestimmen zwar mittlerweile seinen Alltag, einen großen Teil der langen Zeit ohne Fußball aber verbrachte Buß auf dem Sofa. Die vordere Kreuzbandruptur im linken Knie hat ihn außer Gefecht gesetzt.

JEDEN TAG ist Julian Buß derzeit im Rehazentrum in Wettenberg, um an seiner Rückkehr auf den Platz zu arbeiten. (Foto: sno) JEDEN TAG ist Julian Buß derzeit im Rehazentrum in Wettenberg, um an seiner Rückkehr auf den Platz zu arbeiten. (Foto: sno)

Mindestens sechs Monate Zwangspause. Kreuzbandriss – die Schocknachricht schlechthin für jeden aktiven Sportler. Bei rund 50 000 pro Jahr reißt im Durschnitt das vordere Kreuzband, knapp 5000 plagen sich mit dem hinteren Kreuzband herum.

 

Die gefürchteten Risse kommen meist ganz plötzlich, ohne Fremdeinwirkung. Ein falscher Schritt, ein Richtungswechsel und die sportliche Laufbahn ist in Gefahr. Julian Buß ist einer von diesen Pechvögeln. Am 3. Juli geht der Akteur des Fußball-Hessenligisten FSV Fernwald in einem gewöhnlichen Testspiel gegen Eintracht Frankfurt II nach fünf Minuten in ein Laufduell. Beim Abstoppen gibt es plötzlich einen Knacks. »Man hat ihn nicht laut gehört, aber ich habe ihn gespürt. Ich habe sofort gemerkt, da ist was kaputt.«

 

Einige Stunden und eine schlaflose Nacht später geht es »mit einem mulmigen Gefühl« zur Untersuchung. »Insgeheim hoffst du, dass es nur die Innenbänder sind, Hauptsache nicht dein Kreuzband.« Alles hoffen aber hilft nichts, die zwei Sekunden, die später ein halbes Jahr kosten, sind passiert. Und dann kommt der Schock: Kreuzbandriss. »Schlimmer hätte es nicht kommen können«, dachte sich der 23-Jährige. »Der Fußball ist ja wichtig für mich, er ist meine große Leidenschaft – da ist so eine Diagnose der worst case.« Dabei denkt er nicht nur an das runde Leder und den FSV Fernwald, der die gesamte Hinrunde auf seinen Mittelfeldmotor verzichten musste. Zum Zeitpunkt der Verletzung stand der Lehramtsstudent eine Woche vor seinen Praxisprüfungen im Fach Sport. Abgeblasen, verschoben. Im aktuellen Wintersemester konnte er ebenso wenig an Praxiskursen teilnehmen, vermutlich verlängert sich sein Studium dadurch.

 

Fünf Tage nach dem Schock wird Julian Buß in einer Klinik in Heidelberg operiert. Es ist Tag eins der Aufbauarbeit. Auch wenn die schleppend und zunächst äußerst zäh voranschreitet. Krücken sind angesagt, auftreten verboten. Das Knie muss allerdings häufig gebeugt und gestreckt werden, damit es nicht steif wird und langsam auf Belastung vorbereitet wird. In den ersten drei Wochen nach der Operation gibt es zudem Sonnenverbot. Gibt Schöneres, so mitten im Sommer. Die Wunde aber darf nicht zu warm werden, sonst fängt das Knie an zu pochen. Das muss vermieden werden und deshalb sitzt Julian Buß mit einem lädierten Knie und dem Gedanken, ob er je wieder schmerzfrei Sport treiben kann, auf seinem Sofa. Während andere Sommer, Schwimmbad und Eis genießen. In diesen drei Wochen ist er quasi völlig abgeschirmt, »da war ich nur einmal draußen. Mein Alltag war hier auf der Couch. Der Sommer«, sagt er, »war auf gut Deutsch gesagt scheiße.«

 

Gerade die Anfangszeit gehe »an die Substanz. Die Zeit geht überhaupt nicht rum, du zählst Stunden und Minuten. Das Ungewisse ist das Schlimmste. Man macht sich so seine Gedanken: Wird das überhaupt wieder?« Prominente Dokumente des Leidens gibt es mit Sebastian Deisler (zwei Kreuzbandrisse innerhalb eines Jahres), Holger Badstuber (fällt seit einem Jahr aus) oder Leon Andreasen (endlose Verletzungsserie) ja genug. »Bestimmt kann ich irgendwann wieder Sport machen. Aber du fragst dich, ob du das je wieder auf dem Niveau von früher kannst.«

 

Der Weg zurück vollzieht sich in etlichen kleinen Schritten. Wenn die Anfangszeit überstanden ist, das Knie abgeschwollen und wieder auf leichte Belastung vorbereitet ist, geht es an das Koordinationstraining und die Kräftigungsübungen. Jeden Tag arbeitet Buß da am Kippbrett, auf dem Fahrrad oder an einigen ausgewählten Geräten im Rehazentrum an seiner Fitness. Es ist die Zeit, in der wieder Hoffnung geschöpft wird. »Es hat einfach Spaß gemacht, endlich mal wieder zu schwitzen«, erklärt Buß, der weiß: »Es ist schön, wenn man sieht, dass es vorangeht.« Immer mit dabei: Der Physiotherapeut, der den 23-jährigen Kicker behandelt. Verklebte Strukturen im Knie werden gelöst, die Stabilität wird durch das Aqua-Jogging gefördert. Dabei ist der Physiotherapeut auch eine moralische Stütze: »Man redet miteinander, man lernt einander kennen. Das ist teilweise wie Balsam für die Seele«, gesteht Buß.

 

Im Oktober scheint all dies zu fruchten, der Achter des FSV Fernwald ist schmerzfrei und fängt mit Sprüngen und Joggen an. Dann aber kommen wieder kleine Probleme, eine weitere MRT-Untersuchung wird angesetzt. Und die offenbart Bridenbildungen am linken Knie, sprich Verwachsungen und Verklebungen, die Buß nicht schmerzfrei laufen ließen. Am 26. November also stand die zweite OP an. Ein Schritt zurück, mit dem sich der Linksfuß abgefunden hat. Mittlerweile sitzt er wieder auf dem Fahrrad, ist auf der Rüttelplatte und im Wasser beim Aqua-Jogging aktiv. Einen Termin für seine Rückkehr auf den Rasenplatz kann natürlich noch keiner vorraussagen. Bis dahin aber kann er sich vor allem auf einen verlassen: Kian Golafra. Viele Bekannte, darunter auch Ex-FSV-Trainer Daniyel Bulut, gaben Zuspruch. Der Steinbacher Mannschaftskollege aber kümmerte sich besonders um den Verletzten. »Er hat mich abgeholt, damit mir die Decke nicht auf den Kopf fällt, mich versorgt. Auf ihn kann ich mich verlassen.« Es wird hoffentlich auch wieder der Zeitpunkt kommen, da stehen sie beide vereint auf dem Platz. Und Julian Buß schießt Tore, auf dem grünen Rasen, mit links, rechts oder sogar dem Kopf. Auf jeden Fall für den FSV Fernwald.

14.12.2014 | Gießener Allgemeine | jg

Von der Torlinie zur Seitenlinie

 

(sno) Schon zwei Eigenschaften reichen Sven Schmitt, um eine Rarität im Gießener Fußballkreis darzustellen. Er ist Torhüter, das alleine genügt freilich noch nicht. Er ist aber auch einer, der schon in die Rolle des Trainers geschlüpft ist und sich mit diesem Job mehr und mehr beschäftigt. Es ist eine Kombination, die sehr selten ist.

In einem Wort sind die Begriffe fester Bestandteil im Fußballgeschäft: Torwarttrainer. Fast jeder Verein hat einen. Trennt man die beiden Bezeichnungen aber, bekommt man eine Gleichung, die im beliebtesten Sport Deutschlands nicht aufzugehen scheint: Torwart und Trainer. Fast nie werden die Männer zwischen den Pfosten nach der aktiven Karriere zu Übungsleitern an der Seitenlinie.

 

Dabei würden sie sich laut Sven Schmitt »super dafür eignen. Torhüter sind Einzelkämpfer, Trainer sind es später auch.« Woran liegt’s also, dass dem Keeper das Führen einer Mannschaft so selten zugetraut wird? Und welche Eigenschaften muss ein moderner Fußballtrainer eigentlich vereinen?

 

Schmitt, dessen Spielerlaufbahn beim FSV Fernwald vermutlich in den letzten Zügen liegt, übernahm in der laufenden Hessenligasaison für fünf Spiele das Kommando bei den Steinbachern. Durchaus erfolgreich, Trainer Schmitt kam beim jungen Team bestens an, folgt man den Stimmen der Spieler, hat er seine Sache sehr ordentlich gemacht. Auch die Bilanz von neun Punkten aus fünf Spielen konnte sich sehen lassen. »Du darfst keine Angst vor der Verantwortung haben«, meint der 36-Jährige, »und ich habe noch nie ein Problem mit Verantwortung gehabt.« Schmitt, der Einzelfall?

 

Zumindest muss man lange suchen, wenn man Ex-Keeper finden will, die einen Weg als Trainer im Fußballkreis Gießen eingeschlagen haben. Steffen Binz ist in der Kreisoberliga beim TSV Allendorf/Lahn tätig, Andreas Wirth, früher Schlussmann, dann lange Trainer, arbeitete für acht Jahre beim FC Cleeberg. Er meint:»Wenn ich mich mit Torhütern unterhalten habe, waren sie immer sehr interessiert an taktischen Dingen.« Beide, Schmitt und Wirth sind ein Beispiel dafür, dass es funktionieren kann. In Cleeberg war man stets zufrieden mit Wirth, »man hat meine akribische Arbeit schnell schätzen gelernt«. Beide reagieren verwundert, als sie mit dem Phänomen konfrontiert werden.

 

Ein Grund für die verschwindend geringe Anzahl an ehemaligen Torhütern auf der Trainerbank könnte das vermeintlich fehlende Spielverständnis sein. Tormänner stehen eben im Kasten, und nicht mitten auf dem Platz, das Gefühl für den Raum und das daraus resultierende taktische Verständnis wird den Schlussleuten nicht im selben Maße wie Feldspielern zugetraut.

 

»Als Torhüter ist man heute im Spiel sehr eingebunden – du musst die Defensive organisieren und ganz sicher ein gewisses taktisches Verständnis mitbringen«, ist sich Wirth sicher, und auch Schmitt erklärt: »Das sind alles nur Vorurteile. Ein guter Keeper führt seine Mannschaft von hinten heraus. Diese Eigenschaft kann er doch auch später an der Seitenlinie nutzen.«

 

Wirth, der vor knapp 20 Jahren als Coach im Jugendbereich anfing und bei dem sich das »so entwickelt hat«, sieht noch einen anderen Aspekt: »Für mich ist der Torhüter als Spielertrainer die optimale Lösung, er hat das ganze Spiel vor sich und kann von dort aus dirigieren.« Angekommen ist seine Idee jedenfalls noch nicht. Natürlich tragen auch Statistik und Logik dazu bei, dass es Ex-Torhüter an der Seitenlinie nicht wie Sand am Meer gibt: Nur rund 15 Prozent der Fußballer stehen im Kasten, die meisten von ihnen werden wiederum Torwarttrainer. Außerdem neigen Verantwortliche im Fußballgeschäft dazu, auf Bekanntes zurückzugreifen. Wie sonst würden sich Trainer wie Friedhelm Funkel, Rudi Bommer oder Marco Kurz jahrelang über Wasser halten? So verlieren jene Schlussmänner, die doch mit dem Trainerposten liebäugeln, schnell den Mut. Oder trauen es sich nicht zu.

 

Es gibt eben auch wenige leuchtende Vorbilder, an denen man sich in diesem Fall orientieren könnte. Nicht nur im Kreis Gießen sind die rar gesät, auch in der Bundesliga sucht man lange, um dann auf graue, längst vergessene Kapitel wie Ralf Zumdick (von 1999 bis 2001 in Bochum), Hanspeter Latour (Januar bis November 2006 in Köln) oder Toni Schuhmacher (1998 bis Rauswurf in der Halbzeitpause 1999 bei Fortuna Köln) zu stoßen. Oliver Reck (Interimslösung in Düsseldorf) ist zwar ein aktueller Fall, jedoch einer ohne jede Strahlkraft. Auch Deutschlands schillerndste Torhüterfiguren, Oliver Kahn und Jens Lehmann, fachsimpeln lieber als Experten im Fernsehen, anstatt sich dem großen Rampenlicht auf der Trainerbühne zu stellen.

 

Können es Torhüter also einfach nicht? »Blödsinn«, sagt Schmitt und erhält Unterstützung von Watzenborn-Steinbergs Coach Oliver Dönges. »Torhüter können ganz sicher auch gute Trainer sein.« Stichwort gute Trainer – was müssen die heutzutage eigentlich können, außer Ergebnisse liefern? Neben dem taktischen Verständnis hebt Dönges vor allem die Psychologie hervor: »Die wird immer wichtiger. Du musst die Spieler mitnehmen können. Ein guter Coach begeistert seine Jungs von seiner Idee, Fußball zu spielen.« Man müsse einen Mittelweg zwischen Ernsthaftigkeit und Lockerheit finden.

 

Wenn der Fußballtrainer immer mehr zum Psychologen wird, drängt sich auch die Frage auf: Muss man zwingend ein guter Kicker gewesen sein, um später auch ein erfolgreicher Coach zu sein? Jürgen Klopp ist als Übungsleiter herausragend, war als Spieler aber nur Mittelmaß, auch Jose Mourinho wird gerne als Beispiel aufgeführt. Mit 19 Jahren beendete er seine Spielerkarriere und wurde Trainer, es war wohl nicht die schlechteste Entscheidung. »Klar ist: Du musst vom Kopf her topfit sein«, weiß der Ex-Stürmer Dönges.

 

Das ständige Mitdenkenmüssen und die notwendige Flexibilität im Kopf begeistern auch Schmitt: »Es bringt nichts, der Mannschaft deine Vorstellung zwanghaft aufzudrücken. Du musst immer sehen: Was ist das Beste für deine Mannschaft in dem aktuellen Moment? Ich habe von vielen Trainern etwas aufgesaugt. Irgendwo ist immer was hängengeblieben. Das versuche ich mir jetzt zu Nutze zu machen und alles miteinander zu verbinden.« Nicht zuletzt spiele der Teamgeist eine erhebliche, für Schmitt sogar »die wichtigste Rolle. Bring alle im Team unter einen Hut und vermittle Spaß. Wenn du den hast, läuft alles einfacher. Es geht nur gemeinsam«. Wenn da mal kein zukünftiger Trainer spricht...

11.02.2014 | jg

Niederlage im Vorbereitungsspiel

2:4 gegen Hessenligist Rot-Weiss Hadamar

Auf dem Kunstrasenplatz in Niederhadamar entwickelt sich von Anfang an ein gutes Fußballspiel, so daß die 100 Zuschauer trotz leichtem Regen zufrieden sein konnten. Der FSV befindet in der dritten Trainingswoche und das merke man durchaus. Der Gegner war ebenfalls ein Hessenligist. In der 18. Minute fiel das 1:0 für Hadamar nach Zuspiel von Moritz war es der Ex-Waldgirmeser Alusevic der den Ball im Tor versenkte. In der 38. Minute folgte dann der Ausgleich, hierbei wurde man die ganze Klasse von Rudi Hübner deutlich. Er verfolgte einen weiten Ball Richtung Tor. Als der Torwart am Ball vorbeitrat bugsierte er ihn am Abwehrspieler vorbei und ins Tor. Mehr Sicherheit brachte das unserer Mannschaft aber nicht. Ein Einwurf von Michael Bodnar wurde abgefangen der Ball kam wieder über Moritz in den Strafraum diesmal stand Takuschima goldrichtig und netzte ein. In der Halbzeitpause hielt Ronny Borchers eine Kabinenansprache, er machte seinen Jungs nun Beine: „Wir müssen schneller agieren, aggressiver spielen sonst wird das nichts.“ Man merkte der Mannschaft allerdings schon an das sie etwas müde wirkte. So ging es mit neuem Schwung in die zweite Halbzeit und prompt fiel in der 50. Minute auch der Ausgleich zum 2:2. Einen langen Abschlag von Sven Schmitt nahm wiederum Rudi Hübner auf, fackelte nicht lange und drosch den Ball aus 18. Metern unhaltbar unter die Latte ins Tor. Aber der Gegner schlug zurück: In der 68. Minute baute Hadamar einen schönen Angriff auf und der Spieler Schraut schoss den Ball aus vollem Lauf von halb rechts in den Torgiebel. Als dann wieder über die linke Seite ein Angriff entstand kam der Ball in der Mitte zu Moritz der keine Mühe hatte einzuschieben. Als Fazit bleibt einen 2:4-Niederlage, doch für die Restrunde konnten weitere wichtige Erkenntnisse gesammelt werden.

16.01.2014 | jg

Startschuss für das Fußballjahr 2014

Am 19. Januar beginnt die Vorbereitung

Für den Hessenliga-Kader des FSV 1926 wird die Vorbereitung zur Restrunde am Sonntag, den 19.Januar 2014 um 10.00 Uhr beginnen. Die Spieler Michael Xenokalakis (VfB Marburg), Kevin Demuth (SSV Lindheim) und Enes Dursun (Ziel unbekannt) haben den Verein verlassen. Neu im Kader sind die Spieler Felix Erben und Marius Jörg (beide TSG Wieseck), diese beiden sind noch nicht für Pflichtspiele spielberechtigt. Neu ist außerdem der Spieler Stefan Baric, er ist ein 21. Jähriger Korate der in seiner Heimat in der 2. Liga  bei NK Val gespielt hat. Er hat seinen Wohnsitz und Arbeitsstätte nach Giessen verlegt, für Ihn liegt die Spielberechigung bereits vor. Er ist ein talentierter offensiver Mittelfeldspieler. Desweiteren wird Sven Schmitt in der Restrunde als Torwarttrainer und Torwart ins Team zurückkehren. Dem Trainer Ronny Borchers wird als Ko-Trainer ein alter Bekannter in Fernwald zur Seite stehen, es handelt sich um den Fitness- Rehatrainer Richard Fraaz. Die Kaderplanungen sind aber noch nicht abgeschlossen, wir werden zeitnah informieren wenn es etwas Neues gibt.

06.11.2013 | jg

Hessenliga-Mannschaft im Aufwärtstrend

FSV fairste Mannschaft der Hinrunde

Die Hinrunde der Hessenliga 2013/2014 ist abgeschlossen, Zeit Bilanz zu ziehen. Besonders hervorzuheben ist sicherlich, dass der FSV 1926 auch in dieser Halbserie die fairste Mannschaft in Hessens höchster Amateurliga stellt. Lediglich 32 gelbe und keine gelbroten oder roten Karten stehen zu Buche und führen zu einer Fair Play-Quote von 1,77. Mit weitem Abstand stehen wir damit vor Offenbachs U23 und dem OSC Vellmar (je 2,05). Die Saison begann durchwachsen, unsere Elf startete mit fünf sieglosen Spielen und war nach fünf Spieltagen auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. Von da an ging es aber kontinuierlich bergauf, bis der FSV nach zuletzt drei Siegen in Folge die Hinrunde auf dem siebten Rang abschloss, was gleichzeitig die beste Saisonplatzierung bedeutet. Mit 27:27 haben wir als einziger Verein ein ausgeglichenes Torverhältnis, und das sowohl zu Hause (14:14) als auch Auswärts (13:13). Auf fremden Plätzen gibt es sowieso nur Top oder Flop, es steht kein einziges Unentschieden zu Buche, sondern vier Siege und vier Niederlagen. Unsere erfolgreichsten Schützen sind Rafael Szymanski und Dominik Völk. Mit je sieben Treffern haben sie über die Hälfte aller FSV-Tore erzielt, was ligaweit Platz 17 von 115 bedeutet.

30.10.2013 | Gießener Anzeiger | jg

Neuer Trainer mit prominentem Namen

 

FERNWALD - Der FSV Fernwald hat einen neuen Trainer. Und zwar einen mit bekanntem Namen: Der sportliche Leiter des Fußball-Hessenligisten Stefan Munzert stellte gestern gemeinsam mit dem 1. Vorsitzenden Bernhard Becker und Interimscoach Sven Schmitt bei einer Pressekonferenz im FSV-Sportheim Ronald „Ronny“ Borchers als Nachfolger des vor vier Wochen auf eigenen Wunsch ausgeschiedenen Günter Stiebig vor.

 

Den Kontakt zum ehemaligen Profi der Frankfurter Eintracht stellte Schmitt her, der bei Viktoria Aschaffenburg bereits unter Borchers aktiv war und einen guten privaten Kontakt mit diesem pflegt. Der derzeit wegen einer Fersenverletzung noch außer Gefecht gesetzte FSV-Torhüter wird Borchers auch als Co-Trainer unterstützen.

Scheinen sich sichtlich auf die Zusammenarbeit zu freuen. Von links der neue Trainer Ronny Borchers, der Sportliche Leiter des FSV, Stefan Munzert, Vorsitzender Bernhard Becker, Co-Trainer Sven Schmit Scheinen sich sichtlich auf die Zusammenarbeit zu freuen. Von links der neue Trainer Ronny Borchers, der Sportliche Leiter des FSV, Stefan Munzert, Vorsitzender Bernhard Becker, Co-Trainer Sven Schmitt. Foto: Bär

Der Vertrag mit dem 56-Jährigen ist zunächst einmal bis Ende der Runde terminiert. „Es hat schon eine Weile gedauert“, gab der FSV-Vorsitzende Becker zu, der nach der „sehr guten Interimslösung“ betonte, dass es um größtmögliche „Passgenauigkeit“ und weniger um Schnelligkeit gegangen sei. Man habe „nach einer Persönlichkeit gesucht, die unserer Mannschaft und dem Umfeld gut tun wird.“ Der Verein, so betonten Munzert und Becker unisono, wollte nach den drei erfolgreichen Jahren mit Daniyel Bulut auch noch einmal ein Zeichen setzen, dass sich „noch was bewegt in Fernwald.“ Munzert: „Ich denke, wir haben nun eine Win-win-Situation für den Trainer, die Mannschaft und das Umfeld, nachdem wir uns in den letzten Wochen bemüht haben, in ein ruhigeres Fahrwasser zu gelangen.“

 

In der Tat ist die Verpflichtung von Ronald „Ronny“ Borchers eine Lösung, die sicher nur seinen Kumpel Niko Semlitsch überraschte. Der Ex-FSV-Trainer, der in Steinbach wohnt, war auch über die Pressekonferenz informiert worden und umarmte Borchers, den „ich noch aus uralten Bundesligazeiten kenne“ herzlich.

 

Borchers hat als Spieler die beste Zeit der Frankfurter Eintracht, für die er 169 Bundesliga-Spiele bestritt, mitgeprägt. 1980 feierte er mit den Hessen den Uefa-Pokal-Sieg, 1981 stemmte er den DFB-Pokal in die Höhe, beim 9:2-Erfolg gegen Werder Bremen im gleichen Jahr gelang dem offensiven Mittelfeldspieler ein Hattrick, zudem durfte sich Borchers sechs Mal das Nationaltrikot überstreifen. Als Trainer war der gebürtige Frankfurter bis Ende der 90ger Jahre aktiv, ehe er sich gut fünf Jahre seiner Werbeagentur widmete, um ab 2004 beim SV Bernbach in der Oberliga Hessen wieder einzusteigen. Germania Ober-Roden hieß ein weiterer Hessenligist, ehe Borchers in der Regionalliga für ein Jahr Viktoria Aschaffenburg und in drei Spielzeiten Wormatia Worms betreute, die er 2010 vor dem Abstieg rettete, dann aber zur Halbserie 2012/2013 entlassen wurde.

 

Kontakt zu dem Frankfurter hatten die Steinbacher bereits vor drei Jahren aufgenommen, ehe damals Daniyel Bulut Nachfolger von Stephan Belter wurde. Nachdem „wir lange sondiert haben“ (Becker) fiel nun die Wahl auf Borchers, wobei der FSV-Vorsitzende nicht bestritt, dass „wir uns finanziell ein wenig strecken mussten, aber in einem für beide Seiten vernünftigen und tragbaren Rahmen.“

 

Die Entscheidung pro Fernwald fiel schließlich am Sonntag, nachdem sich der ehemalige Bundesligaspieler das Sportgelände angesehen hatte. Am Samstag war er bereits in Hünfeld gewesen, um sich ein Bild von der Mannschaft zu machen. Was er dort gesehen hat? „Die Bereitschaft für den Mitspieler zu arbeiten“, antwortete Borchers, der „a) die drei Punkte und b) die Freude nach dem Sieg“ als positive Signale auffasste.

 

Nun müsse man sehen, was erreicht werden könne, sagte Borchers, der ebenso wie Stefan Munzert („wir wollen was bewegen, aber zunächst einmal nichts mit dem Abstieg zu tun haben“) von konkreten Zielen noch nicht sprechen will. „Da spielen zuviele verschiedene Umstände eine Rolle, das wäre unseriös.“ Klar ist, dass die Fernwälder Verantwortlichen durchaus eine interessante und überraschende Lösung für die Leerstelle gefunden haben.

 

Eine Leerstelle, die die Lehrlinge Stefan Munzert/Sven Schmitt ordentlich ausfüllten, drei Siege, zwei Niederlagen sowie das Weiterkommen im Pokal nach packendem Spiel beim VfB 1900 Gießen können sich als Pflichtspielbilanz sehen lassen.

 

Auch Munzert/Schmitt wären zumindest bis zur Winterpause eine Option gewesen. Wenn, ja wenn nicht Ronny Borchers – „zunächst war ich überrascht von dem Angebot, dann habe ich mich aber rasch entschieden“ – dem Hessenligisten zugesagt hätte. „Ich weiß ja wo ich hinkomme“, sagte der bereits in Fernwälder Trainingsjacke steckende Borchers, der 1991 beim SV Bernbach als Trainer begann. „Das sind Umstände, die einfach, aber auch gut sind. So gehe ich auch essen.“ Einfach und gut eben.

30.10.2013 | Gießener Allgemeine | jg

Borchers zum FSV Fernwald

 

(ms) Geklotzt, nicht gekleckert. Zum Abschluss gebracht hat Fußball-Hessenligist FSV Fernwald die Suche nach einem neuen Trainer – und wie! Der neue Trainer heißt Ronald Borchers und ist einer namhaftesten Fußballer aus der UEFA-Pokal- und DFB-Pokalsieger-Ära der Frankfurter Eintracht in den 1980er Jahren.

DIE PROTAGONISTEN bei der gestrigen Pressekonferenz des FSV Fernwald (v. l.): Der neue Trainer Ronny Borchers, der Sportliche Leiter Stefan Munzert, Vorstand Sport Bernhard Becker und Co-Trainer Sven DIE PROTAGONISTEN bei der gestrigen Pressekonferenz des FSV Fernwald (v. l.): Der neue Trainer Ronny Borchers, der Sportliche Leiter Stefan Munzert, Vorstand Sport Bernhard Becker und Co-Trainer Sven Schmitt. (Foto: Friedrich)

Der Ex-Profi tritt die Nachfolge von Günter Stiebig an, der den Verein vor vier Wochen aus persönlichen Gründe verlassen hat. Borchers zur Seite stehen wird als »Co« Sven Schmitt, der nach der Demission Stiebigs gemeinsam mit dem Sportlichen Leiter des FSV, Stefan Munzert, interimsmäßig die sportlichen Geschicke bei den Steinbachern gelenkt hatte. Munzert selbst rückt nach der Verpflichtung von Borchers wieder ins zweite Glied.

 

Bei der Pressekonferenz am gestrigen Nachmittag im Sportheim des FSV Fernwald in Steinbach wurde Borchers, der bei den Mittelhessen zunächst einen Vertrag bis Saisonende erhält. offiziell vorgestellt. Der Kontakt zu Ronny Borchers kam über Sven Schmitt zustande, der den 56-Jährigen aus gemeinsamen Zeiten bei Viktoria Aschaffenburg kennt.

 

»Wir werden versuchen, uns nach der Winterpause neue Ziele zu setzen«, erklärte Stefan Munzert, der überzeugt ist, dass mit Borchers der richtige Mann gefunden ist, der den FSV vor allem in spielerischer Hinsicht weiterentwickeln soll. Bereits vor dreieinhalb Jahren hatte der FSV einen ersten losen Kontakt mit Borchers gehabt, ehe die Steinbacher dann Daniyel Bulut verpflichteten. Mit Erfolg. Nun hofft man, dass man mit dem ehemaligen Nationalspieler ebenso erfolgreich ist.

 

»Es ist das Team, das wir auch wollten«, ist für Bernhard Becker mit Borchers/Schmitt die Ideallösung gefunden. Borchers selbst erklärte, dass es »an der Zeit ist, wieder Spaß am Fußball zu haben«. Klar ist aber auch, dass man einen Trainer wie Ronny Borchers nicht für einen »Dumpingpreis« bekommt. »Man muss sich schon strecken, keine Frage. Aber wir machen finanziell nichts, was nicht tragbar ist«, machte Becner deutlich, dass der FSV Fernwald in der Lage ist, den monetären Kraftakt zu stemmen.

 

Erstmals das Training beim Hessenligisten leitete Borchers am gestrigen Abend, sein Debüt auf der Bank des FSV wird er dann am kommenden Samstag (14.30 Uhr) haben, wenn es im Heimspiel gegen den FC Bayern Alzenau gehen wird. Mit Sven Schmitt an der Seite, der als Spieler aber momentan nicht zur Verfügung steht. »Es ist noch kein endgültiger Abschied, ich will meine Karriere fortsetzen«, sagte der Keeper, der aber aufgrund einer Fußverletzung auch weiterhin noch ausfallen wird.

 

Als Trainer führte Ronny Borchers unter anderem den FSV Frankfurt in die damalige Oberliga Hessen. Allerdings währte sein Engagement seinerzeit gerade mal etwas mehr als sechs Monate. In Hessens höchster Spielklasse war er auch bei Germania Ober-Roden, Viktoria Aschaffenburg und dem SV Bernbach tätig. Zuletzt betreute der sechsmalige Nationalspieler den Regionalligisten Wormatia Worms, ehe der Traditionsverein den 56-Jährigen nach etwas über zweijähriger Amtszeit im Dezember 2012 vor die Tür setzte. Nun hat er eine neue Herausforderung angenommen. In Mittelhessen, genauer beim FSV Fernwald.

29.10.2013 | jg

Der FSV stellt seinen neuen Trainer vor

Ronny Borchers übernimmt die Hessenliga-Mannschaft

Am heutigen Nachmittag haben die FSV-Verantwortlichen im Steinbacher Sportheim den neuen Hessenliga-Trainer der Öffentlichkeit präsentiert: Ronny Borchers übernimmt mit sofortiger Wirkung das Kommando an der Seitenlinie. Der 56jährige, der als Spieler mit Eintracht Frankfurt den UEFA-Pokal sowie den DFB-Pokal gewann, ist in der Hessenliga kein Unbekannter. Seine Trainerstationen umfassen unter anderem die Stationen Germania Ober-Roden, Viktoria Aschaffenburg sowie den TGM SV Jügesheim. Zuletzt stand er bis Ende 2012 drei Jahre als Übungsleiter beim Regionalligisten Wormatia Worms in der Verantwortung. Als Co-Trainer wird an der Seite von Ronny Borchers die etatmäßige Nummer eins Sven Schmitt fungieren, der diese Funktion bereits in der Interimszeit bekleidete. (Foto: baer-sportfoto.de)

30.09.2013 | Gießener Anzeiger | jg

Günter Stiebig hört auf

RÜCKTRITT Überraschung auf der Pressekonferenz / „Lasse mich nicht verbiegen“

FERNWALD (ths). „Ich werde nicht mehr weitermachen.“ Als Günter Stiebig auf der Pressekonferenz nach dem 2:1-Erfolg diesen Satz ausgesprochen hatte, dauerte es merklich, bis die Anwesenden verstanden, dass der Trainer des FSV Fernwald nach nur knapp drei Monaten von seinem Posten zurücktritt. Ein für Außenstehende überraschender Entschluss, denn nach überstandener Verletztenmisere ging es – wenn auch spielerisch wenig überzeugend – mit 13 Zählern aus den letzten sieben Spielen bergauf.

 

Aber es waren wohl keine sportlichen Gründe, die den A-Lizenzinhaber zu diesem Schritt veranlassten: „Man kann mich als Trainer kritisieren, aber nicht als Mensch. Ich möchte mich nicht verbiegen lassen, aber jetzt bin ich fast so weit, dass ich zerbreche. In den Kabinen sind Schriftzüge mit den Begriffen Fairness, Respekt und Disziplin angebracht. Das muss dann auch gelebt werden.“

 

Wen er damit meinte, ließ Stiebig auf Nachfrage offen – er wolle keine Namen nennen. Stattdessen bedankte er sich bei seinem Co-Trainer Peter Starostzik, der kurz darauf ebenfalls seinen Abschied verkündete, und den „handelnden Personen. Ihnen gebührt Respekt, so etwas habe ich in sechs Jahren bei Kickers Offenbach nicht erlebt.“

 

Wenige Augenblicke vor seinem Rücktritt hatte sich der 50-Jährige zum schmeichelhaften Sieg geäußert: „Das war ein glücklicher Sieg für uns, aber auch dafür gibt es drei Punkte. Nach dem 0:1 haben wir Moral bewiesen. Wir haben davor sicherlich bessere Spiele abgeliefert, die wir nicht gewonnen haben.“

30.09.2013 | Gießener Anzeiger | jg

„Wir wollten das mit dem Trainer geradebiegen“

 

FERNWALD/GIESSEN (wi). Auch für die sportliche Leitung des FSV Fernwald bedeutete die Rücktrittsankündigung von Trainer Günter Stiebig während der Pressekonferenz einen Paukenschlag. „Wir wussten, dass es schon länger Spannungen zwischen dem Trainergespann und der Mannschaft gibt, der Rücktritt direkt nach dem Spiel kam aber auch für uns sehr überraschend“, sagte der Sportliche Leiter Stefan Munzert gestern. Munzert machte aber auch deutlich, dass sich die Vereinsführung schon seit geraumer Zeit intensiv mit der Problematik vor allem innerhalb des Mannschaftsgefüges beschäftige und bereits entsprechende Maßnahmen getroffen hatte, „um die Situation zu moderieren“. Nicht aber, so betont Munzert, „mit dem Ziel, den Trainer abzulösen. Wir wollten das geradebiegen mit diesem Trainer“.

 

So habe es am vergangenen Freitag eine Zusammenkunft der sportlichen Leitung mit dem Trainergespann gegeben, am kommenden Dienstag sollte ein Treffen zwischen der Führung und der Mannschaft ohne die Trainer folgen. Stiebig und Starostzik war dieses Treffen angekündigt worden und Stiebig hatte am Samstag betont, dass dies nicht der Grund seines Rücktritts gewesen sei.

 

Da bereits am Donnerstag mit dem Gastspiel beim Aufsteiger Seligenstadt das nächste Punktspiel auf dem Programm steht, „wird es bis zum nächsten Wochenende noch keine Nachfolgerregelung geben“, sagt Munzert, der zusammen mit Kapitän Dominik Völk und Routinier Sven Schmitt die drei vorgesehenen Trainingseinheiten in der Woche leiten wird. „Wir stecken jetzt die Köpfe zusammen und werden dabei vor allem auch die Mannschaft in die Pflicht nehmen“, sagt Munzert und schließt nicht aus, dass es auch zu personellen Veränderungen im Team kommen könnte.

29.09.2013 | Gießener Allgemeine | jg

FSV-Trainer Stiebig tritt zurück

 

(se) Fußball-Hessenligist FSV Fernwald steht seit Samstagnachmittag ohne Trainerteam da. Nach der Partie gegen den FC Ederbergland, die der FSV mit 2:1 gewonnen und damit drei wichtige Punkte eingefahren hat, erklärte Trainer Günter Stiebig mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt.

 

Und auch sein Co-Trainer Peter Starostzik teilte den Verantwortlichen des FSV mit, dass er seine Tätigkeit in Fernwald gleichzeitig beenden wird.

RÜCKTRITT: Trainer Günter Stiebig (r.) und »Co« Peter Starostzik stehen dem FSV Fernwald ab sofort nicht mehr zur Verfügung. (Foto: ras) RÜCKTRITT: Trainer Günter Stiebig (r.) und »Co« Peter Starostzik stehen dem FSV Fernwald ab sofort nicht mehr zur Verfügung. (Foto: ras)

Am Ende der Pressekonferenz gab Stiebig seinen überraschenden Entschluss bekannt. »Kritik am Trainer Günter Stiebig lasse ich zu, nicht aber Kritik an der Person Günter Stiebig«, stellte der 50-Jährige fest, der außerdem mitteilte, dass die keine spontane Entscheidung war, sondern dass der »Entschluss gereift« sei. Stiebig hatte u. a. Anfeindungen gegen seine Person von außen ausgemacht.

 

»Man muss sich in seiner Arbeit wiederfinden«, ergänzte Stiebig, der zunächst offen ließ, gegen wen sich seine Kritik richtet, nahm aber die Verantwortlichen im FSV Fernwald ausdrücklich aus. »Allen handelnden Personen gebührt ein großer Respekt«, führte er weiter aus und wollte mit seinem Rücktritt »Verein und Mannschaft eine neue Chance eröffnen«. »Es ist der richtige Zeitpunkt, einen Neustart zu machen.«

 

Für die Verantwortlichen des FSV kam der Rücktritt von Günter Stiebig überraschend. Bereits am Donnerstag steht das nächste Punktspiel bei Aufsteiger Spfr. Seligenstadt an. »Es wird schwierig, bis dahin einen Nachfolger zu bekommen«, berichtete Stefan Munzert, der Sportliche Leiter, der zur Verfügung steht, das Training in dieser Woche zu leiten, die Mannschaft auf das Spiel in Seligenstadt einzustellen und auch das Coaching zu übernehmen. Munzert und Kollegen haben nun die Aufgabe, vergleichsweise schnell einen Trainer zu finden, der das Anforderungsprofil des FSV erfüllt. Stiebigs Vorgänger, Daniyel Bulut, der am Samstag unter den Zuschauern weilte, hat bereits signalisiert, dass er nicht infrage kommt. »Das macht keinen Sinn«, stellte der A-Schein-Inhaber fest, »dann hätte ich ja weitermachen können.« Mit Willi Wagner, Herbert Schäty und Thorsten Krick leben u. a. drei oberligaerprobte Trainer im heimischen Raum, die derzeit keine Mannschaft im Aktivenbereich betreuen. Aber es gibt natürlich weitere Trainer mit der entsprechenden Qualifikation.

21.09.2013 | Gießener Allgemeine | jg

Dienst am Fußball

Bis hierhin und nicht weiter. Ein klares Signal an die Spieler. Schiedsrichter überwachen im Spiel die Grenzen, die ihnen durch die Regeln vorgegeben werden. Hier im Einsatz ist Hans Peter Schön (FSV Fernwald), Schiedsrichterobmann im Fußballkreis Gießen. [weiter in der gedruckten Ausgabe]

18.09.2013 | Gießener Anzeiger | jg

Jahr mit Licht und Schatten für FSV

HAUPTVERSAMMLUNG Fußballverein blickt zurück / Ehrungen und Wahlen / Viele Verletzte / Fair-Play-Titel der Hessenliga gewonnen

 

FERNWALD (elo). Der FSV Fernwald blickte anlässlich seiner Hauptversammlung auf ein Jahr mit Licht und Schatten zurück. Daniyel Bulut schied als Trainer der ersten Mannschaft aus und die Idee eines „FC Mittelhessen“ scheiterte. Auf der anderen Seite hat sich die neue Struktur des dreigeteilten Vorstands bewährt und das Hessenligateam spielte einen „hervorragenden Fußball mit tollem Ergebnis“. So jedenfalls stellte sich der Jahresrückblick aus Sicht des Vorstands dar.

 

Joachim Daniels als Vorstand des Bereichs Verwaltung wies darauf hin, dass pro Heimspiel zwei bis drei Dutzend Helfer gefragt seien. Ohne die „Montagsmaler“ und Alten Herren sei der Verein in diesem Bereich sehr dünn aufgestellt, sodass er mehr Engagement forderte. Der FSV hat derzeit 388 Mitglieder, Tendenz steigend.

Kurt Becker gratuliert Bernd Wesche und Bernhard Becker spricht Willi Schröder seine Anerkennung aus (v.l.). Kurt Becker gratuliert Bernd Wesche und Bernhard Becker spricht Willi Schröder seine Anerkennung aus (v.l.).

Der sportliche Leiter Bernhard Becker sprach von einem Jahr mit vielen Turbulenzen, so habe die lange Verletztenliste eine bessere Platzierung der ersten Mannschaft verhindert. Herausragend sei allerdings zum zweiten Mal in Folge der Gewinn der hessischen Fair-Play-Wertung gewesen. Die U23-Mannschaft nahm ebenfalls eine gute Entwicklung. Dank des Anfang des Jahres gegründeten Jugendausschusses hätten die Junioren viel an Schwung gewonnen. Darüber hinaus bleibe das Konzept, junge Kräfte aus der Region zu fördern, bestehen. Als Probleme nannte Becker viel Arbeit, den hohen Anspruch von Spielern und Spielereltern, die geringen Zuschauerzahlen sowie die angespannte Finanzsituation.

 

Ingo Steinke, Vorstand Finanzen, berichtete von einem erwirtschafteten Gewinn. Dadurch ließen sich die Gesamtschulden zwar verringern, im nächsten Jahr müsse es allerdings auch so weiter gehen. Bernhard Becker und Kurt Becker, die Vorsitzende des Ältestenrates, ehrten anschließend Willi Schröder und Bernd Wesche für 25 Jahre Vereinstreue.

 

Den Anfang für die einzelnen Abteilungen machte Wilfried Walb von den „Montagsmalern“. Walb berichtete vom Besuch einer befreundeten Freizeitfußballmannschaft aus Thüringen, dem Hallenturnier in der Fernwaldhalle sowie der Teilnahme am „Menschenkickerturnier“ bei der Steinbacher Kirmes. Die Abteilung besteht aus 30 Mitgliedern, davon 23 aktive. Walb kündigte an, dass er in absehbarer Zeit als Abteilungsleiter zurücktreten werde.

 

Gerhard Pitz berichtete für die 60 „Alten Herren“ von fünf Auswärts- und drei Heimspielen, dabei konnte die Mannschaft vier Spiele für sich entscheiden.

Der neue Jugendleiter Thorsten Stark gab einen Rückblick auf die Platzierungen der Junioren in der abgelaufenen Saison. Im laufenden Spielbetrieb besteht noch für die A-, B- und E-Jugend die Möglichkeit, sich für die Kreisliga zu qualifizieren. Für die C-Jugend wird dringend ein Trainer gesucht. Die D-Jugend besteht derzeit aus nur vier aktiven Spielern, die in einer Spielgemeinschaft in Reiskirchen trainieren.

 

Die U23-Mannschaft verpasste laut Max Blaukat das Ziel, auf einem einstelligen Tabellenplatz zu landen. Dafür sei die Mannschaft aber mit drei Siegen in die aktuelle Saison gestartet, wo sie den sechsten Platz belegt.

 

Die Rückrunde 2012 mit eingeschlossen, sprach Stefan Munzert für die erste Mannschaft vom sportlich erfolgreichsten Jahr in der Vereinsgeschichte. Die Mannschaft verzeichnete bei einem 7:0 in Vellmar ihren bislang höchsten Sieg und fegte den späteren Meister Baunatal mit 4:0 geradezu vom Platz. Trotz der schlechten Vorbereitung in der aktuellen Saison schaffte es die Mannschaft dennoch, den SWG-Kreispokal zu gewinnen. Nach vielen Verletzungsproblemen und dem Ausscheiden aus dem Hessenpokal hofft die erste Mannschaft nun, wieder in ruhigeres Fahrwasser gekommen zu sein.

 

Die Wahlen ergaben keine Änderungen. Schriftführer bleibt Armin Schneider; der Ältestenrat setzt sich aus Kurt Becker, Stefan Turi, Karl Krämer, Dieter Howe und Wilhelm Haas zusammen; Mitglieder des Spielausschusses sind Stefan Munzert, Günther Hühn und Max Blaukat; Jugendleiter bleibt Thorsten Stark; Beisitzer sind Jörg Becker, Klaus-Dieter Becker, Lutz Becker, Karsten Haas, Hans-Peter Schön, Rainer Walb und Volker Wallbott. Alle Wahlen erfolgten einstimmig.

17.09.2013 | Gießener Allgemeine | jg

Leichter Zuwachs bei Jugend des FSV Fernwald

Fernwald (dv). Im Sportheim an der Oppenröder Straße in Steinbach hat der FSV Fernwald am Freitagabend seine Jahreshauptversammlung abgehalten. 36 Mitglieder sowie als Gast Bürgermeister Stefan Bechthold waren vor Ort, um den Berichte aus den Abteilungen der Ehrung langjähriger Mitglieder beizuwohnen.

Präsidiumsmitglied Joachim Daniels stellte in einem Organigramm die Struktur des Vereins vor, wobei der Bereich des Marketings noch aufgebaut werden muss.

Zurzeit hat der Verein 388 Mitglieder bei leicht steigender Tendenz durch den Jugendbereich. Helfer bei den Heimspielen werden immer gesucht, appellierte Daniels an die Mitglieder. Das vergangene Jahr war etwas turbulent durch die Vision »FC Mittelhessen«, die aber scheiterte. Den Worten des Spielausschussvorsitzenden Stefan Munzert war zu entnehmen, dass die Erste Mannschaft in der Hessenliga gut mitmischt.

Kurt Becker, Bernd Wesche, Bernhard Becker und Willi Schröder (von links). Kurt Becker, Bernd Wesche, Bernhard Becker und Willi Schröder (von links).

Höhepunkt war ein 4:0-Heimsieg gegen den späteren Meister Baunatal. Am Ende sprang ein siebter Platz heraus. Neuer Trainer ist Günter Stiebig. Ein 7:0 gegen Vellmar war kürzlich der höchste Sieg in der Vereinsgeschichte und auch den SWG-Pokal holte der FSV nach einjähriger Pause zurück. Bernhard Becker erläuterte, dass der FSV aber die Fair-Play-Wertung gewonnen habe. Aus den Abteilungen berichteten Vertreter der Freizeitmannschaft »Montagsmaler«, dass sie ein Hallenturnier ausrichteten und an zwei weiteren Turnieren teilnahmen. Gerd Pitz erläuterte, dass die Alten Herren über 35 aktive Mitglieder verfügen, die im vergangenen Jahr acht Spiele austrugen und davon vier gewannen.

 

Jugendwart Thorsten Stark stellte die Ergebnisse der Jugendmannschaften vor, die in verschiedenen Klassen unterschiedliche Plätze belegten. Die D-Jugend spielt in einer JSG mit Reiskirchen. Max Blaukat berichtete von der U 23, die in der Saison 11/12 einen guten Mittelplatz belegte.

 

Zu den Ehrungen der langjährigen Mitglieder hatte sich Rainer Wob entschuldigt, der seit 50 Jahren dem FSV angehört. Kurt Becker, der Vorsitzende des Ältestenrates, überreichte Willi Schröder und Bernd Wesche die silberne Ehrennadel für 25 Jahre Mitgliedschaft.

 

Nach dem Kassenbericht von Ingo Steinke entlasteten die Mitglieder den Vorstand einstimmig. Bei den Teilwahlen zum Vorstand wurden die Amtsinhaber wiedergewählt. Diser setzte sich wie folgt zusammen: Präsidium, Sport Bernhard Becker, Verwaltung Joachim Daniels und Finanzen Ingo Steinke. Schriftführer ist Armin Schneider, dem Spielausschuss gehören Stefan Munzert, Günther Hühn und Max Blaukat an und Thorsten Stark betreut die Junioren. Für Finanzen sind Karsten Haas und Volker Walbott zuständig, das Passwesen betreut Axel Kessler, Schiedsrichterbeauftragter ist Hans Peter Schön. Dem Ältestenrat gehören Wilhelm Haas, Karl Krämer, Stefan Turi, Kurt Becker und Dieter Howe an. Beisitzer sind Rainer Walb, Jörg Becker, Klaus-Dieter Becker und Lutz Becker. (Foto: dv)

24.07.2013 | Gießener Allgemeine | jg

FSV Fernwald: »Viel Potenzial«

 

Günter Stiebig, Neu-Coach des FSV Fernwald, stellt in der Gießener Allgemeinen Zeitung seine Neuzugänge vor. Von Küken, unbekannten Größen und Schlitzohren.
Yannick Weber (18 Jahre alt/Abwehr): War zuletzt im Leistungszentrum bei Rot-Weiß Erfurt, stammt aber aus Lohra. Er soll reifen, aber die Ansätze sind schon da. Unser Küken.

 

Ceyhun Dinler (18/Abwehr): Aus der Region, aus der Talentschmiede des VfB 1900 Gießen gekommen. Er hat das Pech gehabt, dass er eine Verletzung mitbrachte, die schwerwiegender als angenommen ist: Kreuzband-riss und Meniskusverletzung. Hat gezeigt, dass er Fußball spielen kann.

 

Albano Sidon (18/Abwehr): Albano kenne ich noch aus Wiesecker Fußballschulzeiten, da war er noch mindestens 30, 40 Zentimeter kleiner. Habe ihn immer mal gesehen zu seiner Lindheimer Zeit. War auch schon für die Kickers empfohlen. Wir haben ihn ab und an mal beobachtet. Er ist keine unbekannte Größe.

 

Yannik Mohr (20/Abwehr): Ich kannte Yannik durch Sichtung und Beobachtung, aber auch nach Absprache mit Daniyel Bulut. Er wurde in Wieseck gut ausgebildet, ist technisch richtig gut, hat ein gutes Kopfballspiel und in dem einen oder anderen Testspiel mich angenehm überrascht. Soll als Außenverteidiger offensiv spielen, und das hat er im Spiel gegen Offenbach II gut gelöst. Ein Spieler, den man noch entwickeln muss.

 

Enes Dursun (20/Abwehr): Unsere kurzfristige Verpflichtung. Enes hat in der vergangenen Saison alle Spiele in der Hessenliga für den OFC II bestritten. Ihn habe ich schon als U16-Spieler bei mir in Offenbach gehabt. Ein vielseitig einsetzbarer junger Spieler mit viel Potenzial und ein richtig netter und lieber Junge.

 

Samet Alan (21/Mittelfeld): Kommt von Kickers Offenbach. Hat auf der linken Seite gespielt. Er war bei der »Zweiten« des OFC eine feste Größe. Er hat auch schon in Kaiserslautern gespielt. Er ist einer, der die Ruhe am Ball und einen richtig guten linken Fuß hat. Ihm sieht man an, dass er eine gute Ausbildung hatte.

 

Michael Xenokalakis (21/Mittelfeld): Kannte ich schon als B-Jugendspieler. Ich wollte ihn nach Offenbach holen, und dann hat er sich für Mainz 05 entschieden. War zuletzt beim VfB Marburg. Er hat für sich den Anspruch zu schauen, wie weit kann die Reise gehen. Bei ihm ist Potenzial vorhanden, engagiert und technisch gut ausgebildet.

 

Daniel Sachs (24/Angriff): Wechselt von Jügesheim nach Offenbach. Er wollte schon einmal nach Fernwald, davon habe ich ihn aber abgehalten. Daniel Sachs ist ein vielseitig verwendbarer Spieler und sehr torgefährlich. Eine Spieler der »älteren Generation«; er ist Jahrgang 89.

 

Rafael Szymanski (26/Angriff): Rafael kenne ich schon seit Kreisauswahlzeiten in Alsfeld. Damals konnte ich noch den Arm auf seine Schulter legen. Rafael benutzt seine körperlichen Vorteile, seine technischen Fähigkeiten und sein Kopfballspiel. Sein Körper ist sein Pfand. Das muss einer erst einmal so einsetzen, dass es so effektiv ist wie bei ihm. Das hat er ja in den letzten Jahren unter Beweis gestellt. Er wird natürlich nicht der Stürmer sein, der über 20, 30 Meter einen Sprint hinzieht.

 

Emre Kadimli (19/Angriff/Bild): Er hat davon profitiert, dass er in den letzten beiden Jahren bei der Eintracht gespielt hat. Er hat ein paar Jahre bei mir trainiert. Die Frage war, welchen Spieler verpflichten wir noch? In das Profil hat Emre genau reingepasst. Nach der abgelaufenen Saison habe ich ihn einfach mal angerufen. Er war noch auf der Suche, hatte Angebote aus der Türkei und vom FC Homburg, ist aber froh, dass er wieder mit mir zusammenarbeiten kann. Seine Qualität steht außer Frage. Neben seine technischen Fähigkeiten verfügt er auch über eine gute Schusstechnik.

 

Mostafa El-Aadmi (22/Angriff): »Musti« ist ein Schlitzohr. Für jeden Abwehrspieler ein sehr unbequemer, unberechenbarer Angreifer, der Dinge macht, die man nicht trainieren kann. Hat in den letzten Spielzeiten unter Beweis gestellt, dass er zu den Spielern gehört, die torgefährlich sind. (se)

24.07.2013 | jg

Im letzten Test ein 1:0-Sieg beim

Verbandsligisten TSV Steinbach

Vor dem Hessenliga-Auftakt am Wochenende war am Dienstagabend noch ein letztes Testspiel beim TSV Steinbach angesetzt. Die Partie fand bei guten äußeren Bedingungen in Dillenburg-Donsbach statt, der starke Verbandsligist wurde nicht unverdient mit 1:0 besiegt. Der Siegtreffer fiel in der 43. Minute durch Max Mohr. Da alle mitgereisten Spieler eingesetzt wurden, war es ein Spiel auf Augenhöhe, aber trotzdem nicht mehr als ein Testspiel. Die Mannschaft unter Trainer Günter Stiebig freut uns jetzt auf das erste Punktspiel am Samstag gegen den SV Wiesbaden.

18.07.2013 | Gießener Allgemeine | jg

Fernwald dreht auf in Halbzeit zwei

 

(cso) Beim Mister-Hair-Cup in Großen-Buseck stehen die Sieger der »kleinen Finals« fest. In beiden Fußball-Turnieren wurden gestern die Spiele um Platz drei ausgetragen. Im Turnier 2 behielt dabei der FSV Fernwald mit 4:1 die Oberhand über Eintracht Wetzlar. Im Turnier 1 setzte sich die SG Trohe/Alten-Buseck mit 5:1 gegen Gastgeber FC Großen-Buseck durch.


Heute stehen jeweils die Finalpaarungen an. Dabei trifft der FC Turabdin/Babylon auf die SG Kinzenbach, und der FSV Braunfels bekommt es mit dem SC Waldgirmes zu tun.

 

Turnier 1, Spiel um Platz drei / FC Großen-Buseck - SG Trohe/Alten-Buseck 1:5 (1:2): Trotz der schnellen Führung durch Thomas Diehl (10.) zogen die Gastgeber am Ende den Kürzeren. Eine Notbremse nach 21 Minuten bedeutete für FC-Keeper Jan-Dennis Schneider die Rote Karte, sodass Großen-Buseck bei sommerlichen Temperaturen über eine Stunde Spielzeit in Unterzahl zu überstehen hatten. Dermaßen gehandicapt ließen in der Folge – vor allem in der zweiten Halbzeit – nicht nur die Kraft, sondern auch die Konzentration bei den Hausherren nach. Die Mannschaft aus Trohe und Alten-Buseck nutzte die sich bietenden Chancen jedoch auch clever aus. SG-Akteur Ralf Kuruc drehte zunächst die Partie mit seinen drei Treffern zum 3:1 (37., 45., 47.). Jan-Eric Münnich traf dann nach 83 Minuten zur endgültigen Entscheidung, ehe Jannik Schäfer (88.) kurz vor dem Abpfiff den Endstand zum 5:1 erzielen konnte.

 

Turnier 2, Spiel um Platz drei / FSV Fernwald - Eintracht Wetzlar 4:1 (0:1): Die Wetzlarer gingen zunächst durch den Ex-FSV-Akteur Kevin Buycks in Führung. Dieser setzte einen Freistoß aus 20 Metern in die Maschen. In der ersten Halbzeit war beiden Teams anzumerken, dass keiner einen Fehler machen wollte. Der FSV wachte dann nach der Halbzeit auf und drehte durch zwei Treffer von Max-Peter Mohr die Partie. Mohr traf in der 73. und 79. Minute. Emre Kadimli (82.) erhöhte in der Folge auf 3:1, ehe er zuvor bei einem Volleyschuss noch über das Tor gezielt hatte. Mohr zeichnete dann mit seinem dritten Tagestreffer für den Schlusspunkt zum 4:1 nach 89 Minuten verantwortlich. Der FSV Fernwald legte in der zweiten Halbzeit schöne Angriffe hin und gewann aufgrund der Leistungssteigerung verdient.

17.07.2013 | Gießener Allgemeine | jg

FSV Fernwald unterlegen

 

(phk) Mit einem Paukenschlag endete der zweite Spieltag des Mister-Hair-Cups des FC Großen-Buseck. Nachdem die SG Kinzenbach ihren Finaleinzug mit einem 3:0 über die SG Trohe/Alten-Buseck perfekt gemacht hatte, gewann der SC Waldgirmes in einer hochklassigen Partie vor 250 Zuschauer mit 5:3 gegen den FSV Fernwald.

FUSSBALL-TURNIER IN GROSSEN-BUSECK: Der Fernwälder Michael Xenokalakis (l.) hat sich an die Fersen von Barbaros Koyuncu, dessen SC Waldgirmes mit 5:3 gewinnt und ins Finale einzieht, geheftet. (Foto: FUSSBALL-TURNIER IN GROSSEN-BUSECK: Der Fernwälder Michael Xenokalakis (l.) hat sich an die Fersen von Barbaros Koyuncu, dessen SC Waldgirmes mit 5:3 gewinnt und ins Finale einzieht, geheftet. (Foto: Friedrich)

Turnier 1 – SG Kinzenbach – SG Trohe/Alten-Buseck 3:0 (3:0): Turnier 1 – SG Kinzenbach – SG Trohe/Alten-Buseck 3:0 (3:0): Noch gut bedient war der Gruppenliga-Aufsteiger aus Trohe und Alten-Buseck, der zwar in der fünften Minute durch Jens Rasch die erste Chance des Spiels besaß, sich aber in der Folge mehr und mehr zurückdrängen ließ. Kinzenbach spielte locker auf und kam zur Pause durch Tommy Ried (12.), Mark Jarzinka (35.) und Timo Schmidt (45.) zu einer komfortablen Führung. Auch nach dem Wechsel drückte die SGK weiter, hatten durch Steffen Spottka einen Pfostenschuss (67.) und durch Yavuz Kaplan gar ein Kopfballtor, das aber wegen eines vermeintlichen Foulspiels nicht gegeben wurde (81.), sodass die zweite Hälfte torlos blieb.

 

Turnier 2 – FSV Fernwald – SC Waldgirmes 3:5 (1:2): Eine Galavorstellung lieferte Leif Langholz mit seinem SCW in der Partie gegen den Hessenligisten. Er brachte nach acht Minuten seine Farben in Front, ehe Barbaros Koyunca kurz darauf zum 2:0 traf (16.). Das 1:2 durch Emre Kadimli (19.) hielt bis zum Seitenwechsel in einer harten, aber meist fairen Partie. Auch nach dem Wechsel erwies sich Waldgirmes als wacher, aggressiver und mit mehr Siegeswillen. Fernwald musste sich aufgrund etlicher Wechsel in der Pause erst einmal neu ordnen. Zwar glich Daniel Erben mit einem abgefälschten Schuss zunächst aus (60.), doch Langholz (66., 72.) und Edvinas Petkus nach einem Doppelpass mit Langholz (70.) schossen das 5:2 heraus – die Entscheidung. FSV-Kapitän Dominik Völk gelang lediglich Ergebniskosmetik (87.).

 

Fortgesetzt wird das Turnier des FC Großen-Buseck am Donnerstag mit folgenden Spielen: FC Großen-Buseck – SG Trohe/Alten-Buseck (18 Uhr), Eintracht Wetzlar – FSV Fernwald (20 Uhr).

17.07.2013 | Gießener Anzeiger | jg

Exzellenter Langholz

FUSSBALL Mister Hair-Cup: Waldgirmes besiegt Fernwald / Kinzenbach souverän / 250 Zuschauer

 

GROSSEN-BUSECK (rd). Vor allem die zweite Begegnung des „Mister Hair-Cups“ des FC Großen-Buseck hatte es gestern vor 250 Zuschauern richtig in sich. Dabei bestätigte Verbandsligist SC Waldgirmes, angeführt von einem exzellenten Leif Langholz, seine prächtige Frühform und bezwang den Hessenligisten FSV Fernwald in einem packenden Spiel mit 5:3. Die Kinzenbacher Überlegenheit anerkennen musste Trohe/Alten-Buseck im Duell der Gruppenligisten.

 

SG Kinzenbach – SG Trohe/Alten-Buseck 3:0 (3:0): Nur die erste Viertelstunde verstand es der Liganeuling mitzuhalten, besaß dabei durch Jens Rasch auch die erste und beste Chance, doch Kinzenbachs Torhüter Mykhalo Bilenky reagierte prächtig. Da waren gerade einmal fünf Minuten gespielt. Nach dem 1:0 (12.) durch Tommy Ried zeigte sich Kinzenbach aber als reifere Elf, die Trohe/Alten-Buseck nicht mehr zur Entfaltung kommen ließ. Folgerichtig erhöhten Marc Jarzinka (35.) und Timo Schmidt schon bis zur Halbzeit auf 3:0. Nach der Pause setzten die Busecker zwar den ein oder anderen Nadelstich, doch Kinzenbach gab so klar den Ton an, dass Trohes Torhüter Tim Burbach mächtig zu tun bekam. Das tat er bravourös, indem er mehrfach in höchster Not klären konnte und dabei vor allem Steffen Spottka entnervte. - Elfmeterschießen: 4:4.

 

FSV Fernwald – SC Waldgirmes 3:5 (1:2): Zur Ehrenrettung des FSV sei gesagt, dass die Elf von Günter Stiebig in der Halbzeit sechs Wechsel vornahm. Doch insgesamt wirkte der SC Waldgirmes in einer durchaus nickligen und umkämpften Partie einfach einen Tick wacher und frischer. Leif Langholz (8.) und der Ex-Lollarer Barbaros Koyuncu (16.) sorgten für die rasche Führung, bevor Fernwalds Neuzugang Emre Kadimli seine Qualität unter Beweis stellte: 1:2 (19.). „Heiter weiter“ ging es auch nach der Pause. In dem intensiven Spiel traf Malte Simon nach einer Stunde zum Ausgleich. Sein Schuss war aber noch stark abgefälscht. Waldgirmes ließ sich aber nicht beeindrucken. Im Gegenteil: Der überragende Langholz netzte, prima freigespielt, nach 66 Minuten zum 3:2 ein und war nur vier Minuten später Wegbereiter zur Vorentscheidung. Mit einem herrlichen Doppelpass spielten sich Langholz und Edvinas Petkus durch die FSV-Abwehr. Petkus traf zum 4:2. Nach einem Missverständnis von Bodnar und Co. erhöhte Langholz erneut (72.). In der Folge musste Schiedsrichter Patrick Haustein mit gelben Karten die Gemüter beruhigen, bevor Kadimli die Chance zum Anschluss verpasste und Dominik Völks Elfmeter zum 3:5 (88.). saß. Elfmeterschießen: 3:4.

 

So geht es weiter, Donnerstag: FC Großen-Buseck – SG Trohe/Alten-Buseck (18 Uhr), Eintracht Wetzlar – FSV Fernwald (20 Uhr). Freitag: TuBa Pohlheim – SG Kinzenbach (18 Uhr), FSV Braunfels – SC Waldgirmes (20 Uhr).

15.07.2013 | Gießener Anzeiger | jg

Alles „neu“ in Fernwald und Waldgirmes

FUSSBALL Neue Trainer, neue Spieler, aber jetzt in verschiedenen Ligen / FSV und SC stellen sich Fans vor / Viel Prominenz in Steinbach

 

STEINBACH/WALDGIRMES Die neue Fußballsaison wirft ihre Schatten voraus. Aam 27. Juli beginnt für die Hessenliga die neue Runde, in die die Verbandsliga Mitte eine Woche später einsteigt. Geht`s tatsächlich schon wieder los, wird sich mancher fragen, dem die Sommerpause diesmal kurz vorkam – aber dabei spielen sicher auch die Relegationsspiele eine Rolle, die sich an die Punktspiele anschlossen und die Saison verlängerten. An diesem Wochenende stellten der FSV Fernwald und der SC Waldgirmes im Rahmen ihrer Saisoneröffnungen die Mannschaften vor, deren Gesicht sich bei beiden Klubs durch viele Zu- und Abgänge stark verändert hat.

 

Den Entscheidungsspielen fiel bekanntlich Hessenligist SC Waldgirmes zum Opfer, der in die Verbandsliga Mitte absteigen musste, sodass der FSV Fernwald künftig der einzige Hessenligavertreter aus dem heimischen Raum ist.

 

Der Tabellensiebte der vergangenen Spielzeit bereitet sich seit dem 22. Juni auf die neue Runde vor und präsentierte sich am Samstagnachmittag seinen Anhängern auf dem Sportgelände an der Oppenröder Straße mit einem bunten und kurzweiligen Nachmittag. Bei idealem Sommerwetter luden Stände für Getränke, Bratwurst und Kuchen sowie ein Torwandschießen-Wettbewerb zugunsten der Jugendabteilung die rund 200 Besucher zum Verweilen ein.

 

An Sportlichem standen nach einem einstündigen Training der Hessenligafußballer zunächst eine Partie der Fernwälder B-Junioren gegen die JSG Buseck/Rödgen an, die die Gäste 3:1 gewannen. 4:4 endete nach einem abwechslungsreichen Kick und Elfmeterschießen ein vereinsinterner Vergleich der Fernwälder Alten Herren und dem Freizeitteam der „Montagsmaler“. Durch den Nachmittag führte „Moderator“ Michael Becker mit Informationen und Interviews.

 

Zur Vorstellung der neuen Spieler konnte der FSV-Vorsitzende Sport, Bernhard Becker, u.a. auch Landrätin Anita Schneider, Fernwalds Bürgermeister Stefan Bechthold, den ehemaligen Verbandsfußballwart Armin Keller (Mücke), Gießens Kreisfußballwart Henry Mohr sowie einige Sponsoren wie Volksbank-Chef Dr. Peter Hanker begrüßen. Die neuen, meist noch sehr jungen Spieler für das Hessenligateam stellte Trainer Günter Stiebig, der ebenfalls erst seit diesem Sommer beim FSV arbeitet, mit launigen Worten vor. Neben Yannik Weber (RW Erfurt), Albano Sidon (SpVgg. Lindheim), Michael Xenokalakis (VfB Marburg), Yannik Mohr (TSG Wieseck) sowie den drei Ex-Offenbachern Alan Samet, Daniel Sachs und Mostafa El-Aadmi, die Stiebig von seinem bisherigen Verein mitgebracht hat, war auch Emre Kadimli dabei, den die FSV-Verantwortlichen kurzfristig aus der U23 von Eintracht Frankfurt verpflichtet haben.

 

Das Nachrüsten war notwendig geworden, weil mit Denis Weinecker (Fußoperation), Julian Buß, dessen Verletzung aus der Testpartie gegen Eintracht Frankfurt U23 sich als Bänderteilabriss erwies, dem vom SC Waldgirmes gekommenen Rafael Szymanski (Ermüdungsbruch im Fuß) und Neuzugang Ceyhun Dinler (VfB 1900 Gießen, Kreuzbandriss) gleich vier Akteure für den Saisonstart am 27. Juli (Samstag) gegen Aufsteiger SV Wiesbaden ausfallen. „Wir haben unser Verletzungskonto schon jetzt überzogen“, kommentierte Stiebig, dem weiterhin Peter Starostzik als Co-Trainer zur Seite steht, sarkastisch und freute sich, dass die Langzeitverletzten mit Krücken und Stützschienen erschienen waren. Der Sportliche Leiter Stefan Munzert erwartet eine Saison, in der „nichts mehr so sein wird, wie es war.“ „Ein neuer Trainer, neue Spieler, neue Abläufe, eine neue Ära.“

13.07.2013 | Gießener Anzeiger | jg

Grutzas Parade, Dörings Nerven

FUSSBALL SC Waldgirmes holt sich in Watzenborn-Steinberg Turniersieg

 

WATZENBORN-STEINBERG (ths). Ein erstes – wenn auch kleines – Erfolgserlebnis feierte der SC Waldgirmes nach dem Abstieg aus der Hessenliga beim Auto-Häuser-Cup in Watzenborn. In einem spannenden Endspiel setzten sich die Lahnauer gegen den FC Bayern Alzenau mit 4:3 im Elfmeterschießen durch, nachdem es nach 90 Minuten torlos gestanden hatte. Vom Kreidepunkt aus musste auch das Spiel um Platz drei zwischen dem FSV Fernwald und Kickers Offenbach II entschieden werden. Hier behielten die Kickers mit 7:6 die Oberhand.

 

Spiel um Platz 3

 

FSV Fernwald - Kickers Offenbach II 6:7 n.E. (2:2; 0:2): Die Kickers gestalteten die erste Halbzeit im Duell der beiden Hessenligisten überlegen und lagen folgerichtig zur Pause mit 2:0 vorne. Im Anschluss an einen Angriff über die rechte Seite traf Florian Cors aus kurzer Distanz zum 1:0 (6.), ehe Tobias Bartel in der 38. Minute per Kopfball das 2:0 besorgte. In der zweiten Halbzeit sah es so aus, als wollte Offenbach den Vorsprung verwalten. Dieses Vorhaben misslang, denn Yannik Weber verkürzte in der 61. Minute auf 1:2. Und der neu verpflichtete Emre Kadimli verwandelte in der 71. Minute einen Freistoß aus 18 Metern sehenswert zum 2:2-Ausgleich, sodass es ins Elfmeterschießen ging. Die Schützen zeigten sich treffsicher, erst Samet Alan verschoss den entscheidenden Elfer für den FSV.

 

Endspiel

 

SC Waldgirmes - FC Bayern Alzenau 4:3 n.E. (0:0): Waldgirmes verkaufte sich über weite Strecken sehr gut und verdiente sich damit den Turniersieg. Der Ex-Regionalligist aus Alzenau konnte hingegen nicht an die Leistungen aus der Gruppenphase anknüpfen. Die 200 Zuschauer sahen ein Finale, das nur wenige Torraumszenen zu bieten hatte. Zumeist spielte sich das Geschehen im Mittelfeld ab, sodass das torlose Remis nach dem Ende der regulären Spielzeit keine Überraschung war.

 

Zum entscheidenden Mann im Elfmeterschießen wurde SC-Keeper Fabian Grutza. Einen Elfer parierte Grutza, ein weiterer landete am Aluminium. Sven Döring behielt beim letzten Schuss die Nerven und verschaffte Waldgirmes vor dem Saisonstart ein erstes kleines Erfolgserlebnis.

11.07.2013 | Gießener Anzeiger | jg

Langholz schießt SCW ins Finale

FUSSBALLl Waldgrimes nur in Hälfte eins mit Mühe gegen Watzenborn / Alzenau Endspielgegner

 

WATZENBORN-STEINBERG (tig). Mit dem 4:1-Erfolg gegen die SC Teutonia Watzenborn-Steinberg sicherte sich der SC Waldgirmes die Finalteilnahme beim Auto-Häuser-Cup. Mann des Tages war dabei Leif Langholz, der drei Treffer beisteuerte. Gegner am Freitag (19.30 Uhr) wird Bayern Alzenau sein, die sichdank Zubayr Amiri knapp mit 1:0 gegen den FSV Fernwald behauptete.

 

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg – SC Waldgirmes 1:4 (1:1): Leif Langholz (7.) stellte vor 160 Zuschauern früh die Weichen für einen Waldgirmeser Sieg. Vorausgegangen war ein Torwartfehler von SC-Keeper Lukas Schmitz. Doch der Gastgeber hielt dagegen, hatte sogar ein leichtes Übergewicht im ersten Durchgang. Mit dem Pausenpfiff glich Martin Theker (40.) verdient für die Teutonen aus. Ein Doppelschlag von Leif Langholz (61., 62.), der zwei Konter mustergültig abschloss, zerstörten die Hoffnungen auf einen Watzenborner Sieg.

 

Denn danach war die Luft bei Watzenborn-Steinberg raus. Nach vorne ging kaum noch etwas und ein Eigentor wenige Minuten vor dem Ende der Partie besiegelte die 1:4-Niederlage dann endgültig.

 

FSV Fernwald – Bayern Alzenau 0:1 (0:1): Ein hochklassiges aber torarmes Spiel bot sich den Zuschauern. Dabei begegneten sich die künftigen Ligarivalen auf Augenhöhe. Diese waren vor dem Tor aber kaltschnäuziger. Zubayr Amiri (31.) behielt im entscheidenden Moment die Nerven und markierte das Tor des Abands. Fernwald zeigte sich fortan bemüht, in einer technisch hochklassigen Partie zumindest noch den Ausgleich zu erzielen. Vor dem Tor fehlte aber häufig die nötige Ruhe, sodass Alzenau das Ergebnis geschickt verwalten konnte und damit den Finaleinzug perfekt machte.

09.07.2013 | Gießener Allgemeine | jg

Fernwald gut in Schuss

 

Der FSV Fernwald und der SC Waldgirmes haben sich gut in das Fußballturnier um den »Auto-Häuser-Cup« des SC Teutonia Watzenborn-Steinberg eingefunden. Der einzig verbliebene heimische Hessenligist fertigte Eintracht Wetzlar mit 5:0 (4:0) ab, der SC Waldgirmes behielt mit 1:0 über die U 23 der Offenbacher Kickers die Oberhand.


Am Mittwoch kommt es somit zu den Gruppenfinals zwischen dem SC Teutonia Watzenborn-Steinberg und dem SC Waldgirmes in der Gruppe 2 (18.30 Uhr) sowie zwischen dem FSV Fernwald und Bayern Alzenau in Gruppe 1 (20 Uhr). In beiden Partien geht es um den Vorrundensieg und damit den Einzug in das Endspiel am Freitag.

 

Eintracht Wetzlar - FSV Fernwald 0:5 (0:4): Der klassenhöhere Hessenligist zeigte sich sowohl läuferisch als auch spielerisch den Wetzlarern überlegen und führte so dem Spielverlauf entsprechend zur Pause bereits mit 4:0. Emre Kardimli (15.), Mustafa El Admi (20., 31.) und Dominik Völk (40.) ließen den FSV Fernwald nach gelungenen Kombinationen jubeln. Sehr zur Freude von Neu-Trainer Günter Stiebig, der sofort nach Wiederbeginn das 5:0 durch Daniel Sachs registrieren konnte. Auch danach ließ der FSV Ball und Gegner laufen, weitere Tore fielen aber nicht.

 

Noch am Wochenende hatte der klassenhöchste heimische Fußballvertreter auf seine Verletzungsmisere der ersten Vorbereitungswochen reagiert und die Verpflichtung von Emre Kadimli getätigt. Der Offensivspieler war in der vergangenen Saison für die U 23 von Eintracht Frankfurt in der Regionalliga im Einsatz und hat mit Trainer Stiebig bereits beim OFC zusammengearbeitet.

 

Kickers Offenbach U 23 - SC Waldgirmes 0:1 (0:1): Sturmführer Leif Langholz entschied die zweite Turnierpartie des Abends mit seinem Treffer in der 38. Minute zugunsten des SC Waldgirmes. Beide Mannschaften lieferten sich eine abwechslungsreiche Auseinandersetzung mit Chancen auf beiden Seiten, letztendlich war der SCW um den Tick dieses einen Treffers besser und kann sich nun am Mittwoch mit dem SC Teut. W.-Steinberg um den Staffelsieg streiten.

 

09.07.2013 | Gießener Anzeiger | jg

FSV Fernwald überraschend stark

FUSSBALL Eintracht Wetzlar unterliegt Hessenligist

 

WATZENBORN-STEINBERG (vf). Der von 120 Zuschauern gut besuchte zweite Spieltag des Auto-Häuser-Cups auf dem Sportplatz ,,An der Neumühle’’ in Watzenborn-Steinberg brachte für den FSV Fernwald einen klaren 5:0-Kantersieg gegen Eintracht Wetzlar. In der zweiten Partie unterlag die Reserve von Kickers Offenbach dem SC Waldgirmes mit 0:1.

Hier hat Daniel Sachs vom FSV Fernwald (rechts) das Nachsehen, aber am Ende steht ein 5:0-Sieg gegen Eintracht Wetzlar. Foto: Ben Hier hat Daniel Sachs vom FSV Fernwald (rechts) das Nachsehen, aber am Ende steht ein 5:0-Sieg gegen Eintracht Wetzlar. Foto: Ben

Eintracht Wetzlar – FSV Fernwald 0:5 (0:4): Durch ihren Neuzugang Kadimil Emri, der von der U23 der Frankfurter Eintracht verpflichtet wurde, gingen die Steinbacher nach einer Viertelstunde in Führung. Die Gäste hatten auch danach klar Feldvorteile und bauten ihre verdiente Führung durch einen Doppelpack von Mustafa El Ademi (20., 31.) auf 3:0 aus. Mit dem Pausenpfiff markierte Dominik Völk sogar den vierten Fernwalder Treffer. Im zweiten Durchgang schalteten die Gäste in den Schongang, dennoch reichte es durch Daniel Sachs zum 5:0-Endstand. Alles in allem lieferte Verbandsligist Eintracht Wetzlar eine enttäuschende Vorstellung ab.

 

Kickers Offenbach II – SC Waldgirmes 0:1 (0:1): Die Waldgirmeser legten im ersten Durchgang durch ihre höhere Laufbereitschaft den Grundstein zum Erfolg. Den goldenen Treffer zum 1:0-Erfolg erzielte Leif Langholz in der 38. Minute. Zwar kam die Kickers-Reserve nach dem Seitenwechsel etwas besser in Fahrt, doch zwingende Tormöglichkeiten waren auch da Fehlanzeige. So brachten die Gäste den knappen Erfolg über die restliche Zeit.

 

Für Waldgirmes geht es am kommenden Mittwoch gegen die Überraschungself von Gastgeber SC Watzenborn-Steinberg, der sich in seiner Außenseiterrolle sichtlich wohlfühlt.

07.07.2013 | jg

Neuzugang: Emre Kadimli

Nach den verletzungsbedingten Ausfällen der letzten Wochen sah sich der FSV 1926 zum Handeln gezwungen und hat eine weitere Offensivkraft verpflichtet. Emre Kadimli wechselt von der U23-Mannschaft der Frankfurter Eintracht nach Steinbach. Der beidfüßige Mittelfeldspieler ist am 07.11.1993 geboren. In der Regionalliga Südwest bestritt er in der vergangenen Saison 25 Spiele und erzielte ein Tor. Unser Hessenliga-Trainer Günter Stiebig hat in der Vergangenheit bei den  Offenbacher Kickers bereits mit Emre Kadimli zusammen gearbeitet.

05.07.2013 | Gießener Anzeiger | jg

Attraktiv und schwierig

FUSSBALL Hessenligisten stimmen Spielplan ab und diskutieren über Ligengröße

 

(rg/rd). Am Mittwochabend waren die Vertreter der Fußball-Hessenliga in Grünberg, um in der Sportschule ihre Vorrundenbesprechung abzuhalten. Staffelleiter Jürgen Radeck begrüßte die Vereinsvertreter der 19 Mannschaften.

 

Dabei gaben sich neben den Neulingen FC Ederbergland, SV Wiesbaden, TSV Lehnerz und Sportfreunde Seligenstadt auch alte Bekannte wie der FC Eschborn und Bayern Alzenau ein Stelldichein. Eschborns Sportlicher Leiter Marcus Klandt fasste die Gemütslage mit einem Augenzwinkern zusammen: „Nach einem kurzen Gastspiel in der Regionalliga freuen wir uns, in der Hessenliga auf alte Bekannte zu treffen.“

 

Beim Kernanliegen, der Vorrundenbesprechung zur Saison 2013/14, verging aber einigen Vereinsvertretern das Lachen. Schließlich muss bei der Terminierung auf einiges Rücksicht genommen werden: Sowohl der Spielplan der 2. Bundesliga als auch der Drittliga- und Regionalligaspielplan hat direkte Auswirkungen auf Hessens höchste Spielklasse. Klassenleiter Radeck hatte alle Hände voll zu tun, den Wünschen gerecht zu werden. Das zweite Hauptthema war die mögliche Reduzierung von 19 auf 16 Mannschaften.

 

Bei einem Votum, das die Vereinsvertreter anregten, zeigten sich zwei Vereine vom positiven Effekt einer Ligaverkleinerung überzeugt, während neun Vereine diese nicht guthießen. Acht Vereine enthielten sich. Jürgen Radeck versprach, die Meinung der Hessenligavereine bei der Verbandsspielausschuss-Sitzung publik zu machen. Allerdings wies er auch darauf hin, dass eine Reduzierung der Ligastärke unumgänglich sei, wenn man den Terminkalender entzerren möchte: „Von den vielen Spieltagen kommen wir nur runter, wenn wir weniger Teams haben. Das kommt vielleicht nicht sofort, vielleicht nicht nächstes Jahr, sondern vielleicht erst in drei Jahren. Das soll nicht übers Knie gebrochen werden“, beschwichtigte Radeck. Fest steht indes, dass es in der bevorstehenden Saison fünf Absteiger geben wird.

 

Doch es wurde nicht nur diskutiert, auch das Amt des Hessenligasprechers wurde neu besetzt. Ab sofort hat Uwe Kühn von der TGM/SV Jügesheim diesen Posten inne. Ebenso attraktiv wie schwierig gestaltet sich das Auftaktprogramm des „Gießener Vertreters“: Der FSV Fernwald hat es zum Auftakt mit dem ambitionierten und finanziell gut ausgestatteten Aufsteiger SV Wiesbaden zu tun, ehe es zum harten Brocken Eintracht Stadtallendorf geht.

 

1. Spieltag, Freitag 26. Juli: SF Seligenstadt – Bayern Alzenau (19 Uhr). - Samstag 27. Juli, 15 Uhr: FC Ederbergland – 1. FC Eschborn, FSV Fernwald – SV Wiesbaden, Kickers Offenbach II – Wehen Wiesbaden II, RW Darmstadt – FSV Frankfurt U 23, FSC Lohfelden – TGM/SV Jügesheim, RW Hadamar – Viktoria Griesheim, TuS Lehnerz – SV Hünfeld (17 Uhr). - Sonntag 28. Juli, 15 Uhr: SV Flieden – OSC Vellmar.

 

2. Spieltag, Freitag 2. August, 19.30 Uhr: SV Wiesbaden – FC Ederbergland. - Samstag 3. August, 15 Uhr: Vikt. Griesheim – OSC Vellmar, E. Stadtallendorf – FSV Fernwald, FC Eschborn – SF Seligenstadt, SV Hadamar – RW Darmstadt, FSV U23 Frankfurt – FSC Lohfelden, SV Jügesheim – Kickers Offenbach II (16 Uhr), Bayern Alzenau – Lehnerz, SV Hünfeld – SV Flieden.

 

04.07.2013 | Gießener Anzeiger | jg

Angriff fehlt Durchschlagskraft

 

(bir) Es war der erste Test, aber der offenbarte schon sehr deutlich, woran es beim FSV Fernwald derzeit mangelt. Der Fußball-Hessenligist verlor gestern Abend ein Freundschaftssspiel gegen das Regionalligateam von Eintracht Frankfurt mit 0:1 (0:0) und kam dabei zu kaum einer aussichtsreichen Torchance. „Unsere Baustelle liegt vorne, da brauchen wir mehr Durchschlagskraft“, ist das Offensivproblem natürlich Trainer Günter Stiebig bewusst. Fallen doch mit Neuzugang Rafael Szymanski, der vom SC Waldgirmes kam, und Dennis Weinecker zwei Angreifer wegen Verletzungen aus.

 

Szymanski (Ermüdungsbruch am Fuß) und Weinecker (Fuß-OP) müssen noch bis mindestens Mitte August pausieren. Bis spätestens Ende nächster Woche wollen die FSV-Verantwortlichen Ersatz verpflichtet haben. „Wir sind mit mehreren Kandidaten im Gespräch“, sagt Stiebig, der dazu hofft, dass es der gestern Abend mit einer Knieverletzung früh vom Platz gehumpelte Julian Buss sich nicht so schlimm erwischt hat, wie es zunächst aussah.

 

Gegen den Bundesliganachwuchs der Eintracht stand der einzige Angreifer Mostafa El-Aadmi, den Stiebig von seinem Ex-Verein Offenbacher Kickers mitgebracht hat, auf verlorenem Posten, zumal oft auch die Unterstützung fehlte. Ein verzogener Schuss am langen Eck vorbei von Dominik Völk (44.) und ein Kracher von El Aadmi, der das Frankfurter Tor knapp verfehlte, waren die einzigen gefährlichen Abschlüsse der Gastgeber, die sich seit zehn Tagen auf die neue Saison vorbereiten. Dass es am Ende bei der knappen Niederlage blieb, lag an der mangelnden Chancenauswertung der Gäste vom Main, die reihenweise beste Möglichkeiten vergaben. Auch, weil Sven Schmitt vor, Daniel Nigbur nach der Pause einige Male prächtig reagierten.Jannik Sommer markierte schließlich sechs Minuten vor Schluss aus kurzer Distanz noch das 1:0.

01.07.2013 | Gießener Allgemeine | jg

Nachlegen möglich

 

(ms) Mit dem 1. Juli heute endet heute die Wechselperiode I für die Fußballer. Gut aufgestellt für die neue Spielzeit scheint Gießens ranghöchster Verein, der FSV Fernwald, zu sein, der erneut in der Hessenliga an den Start geht.


Dann allerdings mit einem neuen Trainer, denn Günter Stiebig hat nach dem Rücktritt von Daniyel Bulut, der drei Jahre die Geschicke des FSV leitete, nun das sportliche Sagen bei den Steinbachern.

 

Die Mittelhessen starten am 27. Juli in die neue Saison, dabei empfängt der FSV den als stark einzuschätzenden Aufsteiger SV Wiesbaden. Insgesamt neun Zugänge weist der FSV auf, darunter gleich drei Akteure von Kickers Offenbach II, der vorherigen Trainerstation von Günter Stiebig. Dem gegenüber stehen sieben Abgänge, wobei der Fortgang von Torjäger Erdinc Solak, der zum Regionalligisten Spfr. Siegen wechselt, vor allem schmerzt. Doch mit beispielsweise Moustafa El-Aadmi und Rafael Szymanski (SC Waldgirmes) will man dies kompensieren. Sorgen bereiten dem FSV derzeit aber die Verletzungen von Szymanski (Ermüdungsbruch) und Denis Weinecker (Sprunggelenk-OP) bei denen abzuwarten bleibt, wann diese wieder fit sind. Damit nicht genug, denn Neuzugang Ceyhun Dinler fällt nach einem Kreuzbandriss ohnehin die nächsten Monate aus.

 

»Es kann sein, dass wir personell nachlegen«, sagt Fernwalds Sportlicher Leiter und Abteilungsleiter Stefan Munzert angesichts dieser Ausfälle. In der Wechselperiode II für Amateure hat der FSV Fernwald noch bis zum 31. August die Möglichkeit, weitere Spieler zu verpflichten. Und das scheint nun mehr als nur wahrscheinlich.

 

Zugänge: Yannik Weber (RW Erfurt), Ceyhun Dinler (VfB 1900 Gießen), Albano Sidon (SSV Lindheim), Moustafa El-Aadmi, Daniel Sachs, Alan Samet (alle Kickers Offenbach II), Michael Xenokalakis (VfB Marburg), Rafael Szymanski (SC Waldgirmes), Yannik Mohr (TSG Wieseck). – Abgänge: Kristian Leonhardt, Sven Ehser (beide Ziel unbekannt), Michael Sofinski, Niklas Wagner (beide SC Teutonia Watzenborn- Steinberg), Andreas Schäfer (Eintracht Wetzlar), Andreas Proske (TSV Steinbach), Erdinc Solak (Spfr. Siegen).

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